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Medien: Inzidenzwert soll unwichtiger werden

Weitere Faktoren sollen Grundlage der politischen Entscheidungen sein - 27.03.2021 08:43 Uhr

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Ab dem 1. April dürfe der Inzidenzwert nicht mehr alleiniger Maßstab sein. Laut einem Bericht der Bild vom späten Freitagabend haben sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat dieser Änderung zur Abkehr vom Fokus auf diese Kennzahl zugestimmt, der zuletzt unter anderem von Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilian-Universität München kritisiert wurde.


Die Schicksalszahl: Was steckt wirklich hinter dem Inzidenzwert?


Das Problem an der Anzahl der Neuerkrankten innerhalb der vergangenen sieben Tage: Die ohnehin begrenzte Aussagekraft des Kennwerts, der beispielsweise nicht zwischen Altersgruppen differenziert, schwindet durch zunehmende Impfungen und Tests. Statistik-Professor Helmut Küchenhoff von der LMU schlug dementsprechend im BR vor, den Blick auf die Covid-19-Neuaufnahmen in den Intensivstationen zu richten und diese mit dem Reproduktionswert zu einem gemeinsamen Bild zusammenzufügen, das als Maßstab für das aktuelle Geschehen über eine größere Aussagekraft verfügen solle.


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Tatsächlich sollen nun nach Bild-Informationen unter anderem jene Faktoren Einfluss finden: Laut Experten solle die Entwicklung des R-Wertes, die Infektionen bei vulnerablen Gruppen (bei Älteren und Vorerkrankten), der Impffortschritt sowie die generelle Auslastung der Krankenhäuser und die Belegung der Intensivstationen als Entscheidungsgrundlage für Lockdown- oder Lockerungs-Maßnahmen dienen.

Bayern prüfe derzeit potenzielle Formeln zur Einschätzung der Gefahrenlage.

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sde

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