Einfache Hausmittel

Trick gegen Eingebranntes: So sieht Ihr Ceranfeld wieder aus wie neu

Simone Madre

Redakteurin

E-Mail zur Autorenseite

Svenja Strunz

E-Mail zur Autorenseite

28.5.2024, 15:24 Uhr
Verschmutzungen der Herdplatte sind schnell passiert. Mit einfachen Mitteln lassen sich Ceranfelder jedoch leicht reinigen.

© Pixabay/Myriams-Fotos Verschmutzungen der Herdplatte sind schnell passiert. Mit einfachen Mitteln lassen sich Ceranfelder jedoch leicht reinigen.

In diesem Artikel:

Alltag in der Küche - die Milch ist übergekocht oder andere Zutaten sind auf der heißen Herdplatte gelandet. Ärgerlich, denn Eingebranntes hält sich besonders hartnäckig auf Ceranfeldern und hinterlässt unschöne Flecken, die nur schwer zu beseitigen sind. Doch dafür gibt es ein paar einfache Tricks, um sich die Arbeit zu erleichtern.

Man spricht oft vom Ceranfeld, das ist aber der Markenname einer bestimmten Firma. Eigentlich bestehen die Kochfelder aus Glaskeramik. Wenn Sie den Begriff Glaskeramik lesen, ist das also das Gleiche wie Ceran. Die Oberfläche entspricht auch der eines Induktionskochfelds, dort ist nur das Heizsystem anders angelegt. Folglich kann man die Platten gleich reinigen.

Wir stellen Ihnen sechs Hausmittel vor, die bei lästigen Verschmutzungen helfen. Es gibt zwar auch spezielle Ceranfeldreiniger, aber diese hat nicht jeder zuhause - die hier genannten Hausmittel dagegen sind vermutlich in fast jeder Küche zu finden und erleichtern die Reinigung enorm.

Wer Glaskeramik-Felder falsch putzt, riskiert Beschädigungen. Viele Mittel können Kratzer verursachen - beispielsweise Stahlwolle und Scheuermilch. Auch bei Glasschabern sollte man vorsichtig sein. Diese entfernen Eingebranntes zwar sehr gut und es gibt sie auch in spezieller Ausführung für Ceranfelder. Aber auch sie können Kratzer hinterlassen, wenn die Klinge beschädigt, verbogen oder verrostet ist.

Am besten entfernt man Übergekochtes schnell mit einem weichen, nassen Tuch oder einem Ceranfeldschaber. Denn dann kann man die Flecken deutlich besser entfernen als später, wenn die Essensreste eingebrannt oder eingetrocknet sind. Man muss aber darauf achten, sich nicht zu verbrennen.

Verwendet man einen Ceranfeldreiniger oder auch ein Hausmittel, lässt man die Platte aber erstmal abkühlen. So verhindert man, dass sich der Reiniger in die Oberfläche einbrennt.

Am Schluss jeder Reinigung reibt man das Ceranfeld am besten direkt trocken, um Kalkflecken und Schlieren zu vermeiden.

Achtung: Wenn heißer Zucker überkocht und auf das Ceranfeld kommt, kann er es sogar dauerhaft beschädigen. Denn der flüssige Zucker haftet so gut an der Glaskeramik, dass er den Untergrund zerreißen kann. Beim Abkühlen zieht er sich zusammen, wobei große Zugkräfte entstehen. Kleine Risse und Löcher im Ceranfeld können die Folge sein. Deshalb sollte man übergekochten Zucker sofort mit einem Reinigungsschieber entfernen und ihn nicht erst abkühlen lassen.

Backpulver ist ein gutes Mittel für hartnäckige Verkrustungen und eingebrannte Essensreste auf dem Cerankochfeld. Lässt man eine Backpulverpaste lang genug einwirken, bekommt man damit so gut wie alle Rückstände wieder weg. Hierfür mischt man ein bis zwei Packungen Backpulver mit Wasser, bis eine Paste entsteht. Diese trägt man mit einem Pinsel oder Schwamm auf die Platte auf und lässt sie ein bis zwei Stunden lang einwirken. Dann nimmt man ein feuchtes Tuch, um den Schmutz gemeinsam mit der Paste wegzuwischen.

Hat man nicht so viel Zeit, kann man das Backpulver auf die eingebrannten Flecken streuen und Essig hinzugeben. Beides reagiert miteinander, sodass die Mischung schäumt und sich ausbreitet. Dadurch können Ablagerungen gelöst werden. Nach etwa fünf Minuten Einwirkzeit wischt man alles mit einem feuchten Tuch ab und trocknet die Platte ab.

In Backpulver steckt viel Natron, das organische Verbindungen wie Fett löst und als sanftes Schleifmittel wirkt. Natron kann man also einfach an der Stelle von Backpulver verwenden.

Zahnpasta hilft bei hartnäckigen Krusten auf dem Ceranfeld. Die Zahnpasta gibt man einfach auf die betroffenen Stellen, reibt diese ein und säubert die Platte mit einem feuchten Lappen.

Auch Kratzer können gemildert werden, weil Zahnpasta meist Stoffe enthält, die ähnlich wie feines Schleifpapier wirken. Dadurch werden die Ränder der Kratzer abgerundet und sie fallen weniger auf.

Wer keine Schmirgelwirkung will, kann bei eingebrannten Flecken auch einfach etwas Zeit und Spülmittel benutzen. So geht es: Man macht einen Lappen oder ein Tuch mit einer Mischung aus Wasser und Spülmittel nass und legt es auf den Fleck. Dort bleibt er über Nacht liegen, damit Feuchtigkeit und Spülmittel gut einwirken können.

Am nächsten Morgen sind die Verkrustungen in der Regel weich geworden und lassen sich entweder direkt mit dem Lappen oder mit einem Ceranfeldschaber entfernen.

Glasreiniger lösen Fettflecken und Schmutz, zudem trocknen die gereinigten Flächen schlierenfrei ab und glänzen. Deshalb kann man sie auch gut für Ceranfelder verwenden, wenn diese nur leichte Flecken aufweisen. Für groben Schmutz sind zu wenige Tenside enthalten.

Man sprüht den Glasreiniger auf die Herdplatte und wischt ihn mit einem trockenen oder leicht feuchten Lappen ab.

Essig- und Zitronensäure sind gute Hausmittel für die Entfernung von Fettflecken, Saucenresten und Kalkflecken von Wasserspritzern. Essig als Putzmittel wirkt gegen Fett und Kalkflecken, Zitronensaft ist im Haushalt ebenfalls sehr hilfreich bei der Entfernung von weißen Verfärbungen durch Kalk sowie anderen mineralischen Ablagerungen.

Essig und Zitrone helfen auch bei den schimmernden Flecken auf dem Ceranfeld, die man manchmal sieht. Die Ursache hierfür ist der Metallabrieb von Töpfen und Pfannen auf der Glasplatte. In Kombination mit Hitze entstehen dann schimmernde Flecken. Mit Spülmittel wird man diese nicht mehr los, Säure hilft aber. Verwenden kann man sowohl Essig als auch Essigessenz, frischen Zitronensaft, Zitronenkonzentrat aus der Flasche sowie Zitronensäure.

Essig verdünnt man mit etwas Wasser und verteilt es mit einem Schwamm auf dem Kochfeld. Je nach Verschmutzungsgrad muss man es eine Weile einwirken lassen. Das geht auch über Nacht, indem man einen mit Essigwasser getränkten Lappen auf den Fleck legt. Zum Schluss wird das Ceranfeld mit Wasser abgewischt und dann mit einem Handtuch getrocknet.

Wer Kalk entfernen will, trägt alternativ trägt man puren Zitronensaft oder verdünnte Zitronensäure auf die Verfärbungen auf und lässt sie dort einige Minuten lang einwirken. Auch dann wischt man die Flecken weg, entfernt auch die Reste des Zitronensafts und trocknet dann die Kochplatte.

Auch Spülmaschinentabs eignen sich als Ceranfeldreiniger. Dafür zerkrümelt man ein Tab und löst es in etwas lauwarmem Wasser auf, bis eine Paste entsteht. Diese wird gleichmäßig auf dem Cerankochfeld verteilt. Je nach Grad der Verschmutzung lässt man das Ganze nur einige Minuten lang oder sogar einen ganzen Tag lang einwirken. Danach wischt man die Paste mit einem nassen Schwamm und trocknet das Ceranfeld mit einem Tuch ab.

Spätestens, wenn das Kochfeld nach der Verwendung wieder abgekühlt ist, sollte man es reinigen. Dann lassen sich Flecken und Verfärbungen in der Regel noch sehr gut entfernen. In der Regel kann man sie einfach wegwischen oder mit einem Ceranfeldschaber entfernen.

Zudem sollte man, soweit möglich, Deckel für Töpfe und Pfannen verwenden. Damit spart man sich einiges an Spritzern. Kochen bei Ihnen häufiger mal die Nudeln über, empfiehlt sich statt eines Deckels ein Überkochschutz.

  1. Damit die Platte lange schön bleibt, sollte sie am besten nach jeder Verwendung abgewischt und abgetrocknet werden. Das verhindert, dass sich hartnäckige Flecken und nervige Kalkschlieren entwickeln. Zudem können damit auch Kratzer verhindert werden. Denn bei jedem Kochen sammeln sich kleine Partikel auf der Platte, beispielsweise Salz und Gewürze, die neben dem Kochtopf auf die Herdplatte fallen. Selbst bei Töpfen und Pfannen gibt es etwas Metallabrieb. Wenn beim Kochen etwas zwischen Glaskeramik und Topf reibt, zerkratzt das die Herdplatte. Kleinere Kratzer fallen dabei nicht allzu sehr auf, größere können die Optik aber sehr stören.
  2. Reiniger sollte man nur bei kalter Platte anwenden, damit sich diese nicht einbrennen.
  3. Kratzer und matte Stellen werden weniger auffällig, wenn man diese mit einer leicht schmirgelnden Masse poliert. Vorher muss man die Platte erst einmal möglichst gründlich säubern. Dann gibt man eine kleine Menge Glaskeramik-Politur auf das Ceranfeld und poliert sie in kreisenden Bewegungen. Die Politur wirkt schleifend und schmirgelt die Kanten der Kratzer ab. Somit sieht man die Kratzer deutlich weniger. Das hilft vor allem bei feinen Kratzern.

Verwandte Themen