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Corona-Ausbruch in Neunkirchener Achsenfabrik

In Reihentestungen werden Mitarbeitende auf Sars-CoV-2 hin überprüft - 29.01.2021 15:00 Uhr

Ein Blick in die Fertigungshalle bei NAF.

19.09.2019 © Böhmer


Ein Jahr nach Beginn der Pandemie gibt es auch in der Neunkirchener Achsenfabrik (NAF) erstmals einen größeren Ausbruch von Covid-Fällen und als Folge eine Reihentestung, die derzeit das Gesundheitsamt des Landkreises Forchheim durchführt. Ergebnisse der Abstriche lagen zunächst nicht vor.

"Wir hatten in den vergangenen Monaten einzelne Infektionen", sagte Wagner, der in der Firma zudem Managementbeauftragter, Prokurist und Ausbildungsleiter ist. "Aber eine solche Anhäufung gab es bisher nicht."

Nach Informationen dieses Medienhauses sollen demnach knapp 20 Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet worden sein, diese Zahl wollte Wagner nicht bestätigen.

Zahlen werden nicht genannt 

Denn Zahlen zu dem Ausbruch nannte das Unternehmen nicht: Um wie viele Infizierte es sich also genau handelt, in welchen Bereichen diese tätig sind und wie viele Beschäftigte sich derzeit in freiwilliger und angeordneter Quarantäne befinden, teilte Wagner ebenfalls nicht mit.

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Fest aber steht: Seit Donnerstag (29. Januar 2021) führt ein Team des Gesundheitsamtes Reihentestungen unter den Mitarbeitern des familiengeführten Unternehmens durch.

Auch am Montag (1. Februar 2021) werden ein Arzt und eine Assistentin vor Ort bei Beschäftigten Abstriche nehmen, schließlich sind durch Schichtdienst nicht immer alle zur gleichen Zeit anwesend.

Auf freiwilliger Basis 

Getestet werden uf freiwilliger Basis sämtliche Mitarbeiter, also sowohl die am Standort tätigen Mitarbeiter als auch jene Beschäftigten, die im Homeoffice tätig sind, erläuterte Wagner weiter.

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Die Testungen erfolgten im Rahmen des vor einigen Monaten eingeführten Pandemie-Schutzkonzeptes. Kern dieses Pandemie-Schutzkonzeptes sei die konsequente Umsetzung der Maskentragepflicht in bestimmten Situationen am Arbeitsplatz, verstärkte Hygienemaßnahmen, eine weitgehende Reduktion der Besucher- und Reisetätigkeiten, intensive Nutzung von Homeoffice-Arbeitsplätzen und ein zentrales betriebsinternes Corona-Meldesystem, betonte Wagner.

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Durch eben dieses Meldesystem sei in den letzten Tagen deutlich geworden, dass die Anzahl der infizierten Mitarbeiter angestiegen sei. Daraufhin wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt die Corona-Testung organisiert, erläuterte Wagner weiter.

Auch das Landratsamt Forchheim wartet erst einmal die Ergebnisse der bei den Beschäftigten genommenen Proben ab. "Wenn es aber neben den Kontaktpersonen noch weitere Auffälligkeiten gibt, dann muss man schon sicherheitshalber den ganzen Betrieb durchtesten", erläuterte Sprecher Holger Strehl.

Kontaktpersonen unter Quarantäne 

Die Kontaktpersonen stehen ohnehin unter Quarantäne, aber um eine weitere Ausbreitung auszuschließen, würden weitere Einheiten, oder eben auch, der ganze Betrieb getestet, so Strehl.

Als Hot Spot für den Landkreis möchte der Landratsamtssprecher die Neunkirchener Achsenfabrik nicht bezeichnen: "Es ist ja noch nicht gesagt, was insgesamt herauskommt.

Die Neunkirchener Achsenfabrik produziert Achsen und Getriebe und ist mit 570 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Marktgemeinde.

SHARON CHAFFIN

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