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Corona: Intersport Eisert in Erlangen meldet Insolvenz an

Corona-Pandemie fordert im Erlanger Einzelhandel ein erstes prominentes Opfer - 07.05.2020 12:56 Uhr

Eines der führenden Sportartikel-Fachgeschäfte in Nordbayern, die Firma Intersport Eisert in Erlangen, hat jetzt in Folge der Corona-Krise beim zuständigen Gericht in Fürth Insolvenz angemeldet. © Harald Sippel


Das Geschäft in der Erlanger Innenstadt ist mit einer Verkaufsfläche von rund 2700 Quadratmetern und rund 80 Mitarbeitern eines der größten und bedeutendsten Sportgeschäfte in der Metropolregion und gehört zu den führenden Sportartikel-Fachgeschäften in ganz Nordbayern.

Das Unternehmen feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen und befindet sich seit seiner Gründung in Familienbesitz, mittlerweile in der vierten Generation.


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Auch nach dem Insolvenzantrag bleiben die Türen des Erlanger Sporthauses "Intersport Eisert" für die Kundschaft geöffnet. Der Verkaufsbetrieb werde zu den gewohnten Öffnungszeiten und mit dem vollen Sortiment fortgesetzt, heißt es. Auch der Online-Shop www.intersport-eisert.de soll unverändert in Betrieb bleiben.

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Dies teilte der vom zuständigen Insolvenzgericht in Fürth bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm von der renomierten Kanzlei Schultze & Braun am Dienstag schriftlich mit.

Intersport Eisert konnte hohen Verluste nicht mehr tragen

Wie es weiter heißt, mache sich Volker Böhm derzeit in Gesprächen mit der Geschäftsführung ein Bild der Lage. In den kommenden Wochen werde der vorläufige Insolvenzverwalter die zur Verfügung stehenden Sanierungswege prüfen und anschließend geeignete Maßnahmen ergreifen, heißt es in einer Pressemitteilung.


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"Intersport Eisert ist ein gut eingeführtes Fachgeschäft in erster Lage und mit hohem Bekanntheitsgrad", sagt Böhm. "Zudem verfolgt das Unternehmen mit seinem Online Shop bereits einen modernen Multi Channel-Ansatz." Das Insolvenzverfahren biete Intersport Eisert eine Reihe bewährter Sanierungsinstrumente und damit eine Chance für das Fortbestehen des Geschäftsbetriebs, so Böhm weiter.

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"Intersport Eisert konnte die hohen Verluste infolge der wochenlangen, Corona-bedingten Zwangsschließung nicht länger tragen", ergänzt Geschäftsführer Christian Bier. "Wir möchten nun das Insolvenzverfahren nutzen, um unser Traditionshaus und unser Angebot für unsere Kunden hier am Standort Erlangen zu erhalten. Daran werden wir alles setzen, auch und vor allem im Interesse unserer Mitarbeiter."

Löhne sind noch für drei Monate gesichert

Schon vor der Corona-Krise befand sich der stationäre Sportartikel-Fachhandel in einem harten Preiskampf mit der Online-Konkurrenz. In der Folge mussten in den vergangenen Jahren zahlreiche Fachgeschäfte schließen.

Intersport Eisert war es zwar nach eigenem Bekunden gelungen, mit einem modernen Online-Angebot und "individueller Kundenorientierung" diesem Trend zu widerstehen. Dennoch wurde auch für Intersport Eisert das Marktumfeld zunehmend schwierig.

Böhm hat bereits die Mitarbeiter über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld zunächst für drei Monate gesichert, heißt es.


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