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Alle 30 Minuten mit dem Zug zwischen Forchheim und Ebermannstadt

Grünes Maßnahmenpaket: Landkreis unterstützt engere Zug-Taktung - 24.10.2020 17:23 Uhr

Bisher fährt die Bahn der Verkehrsgesellschaft agilis nur im Stundentakt bis nach Ebermannstadt. Soll die Zugverbindung attraktiver werden, dann muss der Zug alle halbe Stunde verkehren und am besten noch weiter bis ins Wiesenttal hinein fahren – am besten bis nach Streitberg, denn dort ist der Bahnhof leicht erreichbar. Außerdem wäre hier genug Fläche, um einen Pendlerparkplatz anzulegen.

16.10.2020 © Foto: Roland G. Huber


Einstimmig haben die Mitglieder des Mobilitätsausschusses des Kreistags dafür plädiert, den ÖPNV im Wiesenttal zu stärken. Grundlage war ein Antrag der Grünen-Fraktion, in dem ein entsprechendes Maßnahmenpaket gefordert wurde.

Hauptpunkt des Antrags: Eine bessere Taktung der Zugverbindung zwischen Forchheim und Ebermannstadt. Alle 30 Minuten sollen die Züge künftig fahren. Und entlang der Strecke sollen die Haltestellen ertüchtigt werden – mit überdachten Fahrradstellplätzen, gut ausgebauten Zugangswegen, elektronischen Fahrgastanzeigen und gegebenenfalls Park & Ride-Parkplätzen. Forderungen, die in den Augen aller Kreisräte im Ausschuss wünschenswert waren. 

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Allerdings musste der Geschäftsbereichsleiter für kommunale und soziale Aufgaben am Landratsamt, Frithjof Dier, wie üblich die Erwartungen dämpfen, wenn es um Bahn-Fragen geht: Der Ausbau der Strecke und die Erhöhung der Taktzahl seien staatliche Aufgaben, über die nur das Verkehrsministerium und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) entscheiden könnten, so Dier.

Ebermannstadts Bürgermeisterin wünschte sich mehr "Wumms"

"Wir haben mit diesen Behörden gesprochen und die Antwort erhalten, dass die Herstellung eines 30-Minuten-Takts momentan nicht möglich ist." Mit einem neuen Beschluss der Kreisräte wolle man nun nochmals mit Ministerium und BEG zumindest "in Kontakt treten".

An dieser Formulierung störte sich Kreisrätin und Ebser Bürgermeisterin Christiane Meyer (FW): "Das ist mir zu schwach formuliert, da sollte mehr Wumms hinter der Forderung sein." Ihre Ausschuss-Kollegen sahen das ähnlich. Landrat Hermann Ulm (CSU) kam dieser Bitte nach: Gemeinsam mit Meyer will er nun erneut und "mit Nachdruck" mit der BEG verhandeln.

ppr

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