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Hier in Franken gilt ab heute der Corona-Bewegungsradius

In Bayern sind 28 Hotspots betroffen - Nürnberg unter kritischem Wert - 11.01.2021 06:47 Uhr

Die Bayerische Polizei wird ab Montag die Einhaltung des Corona-Bewegungsradius' kontrollieren.

17.12.2020 © NEWS5 / Höfig, NEWS5


Die Zahl der Corona-Hotspots in Bayern steigt. Vor dem Wochenende waren es noch 21, mittlerweile sind es 28 Städte und Landkreise, die bei der Sieben-Tage-Inzidenz über dem kritischen Wert von 200 liegen. Ab Montag gilt hier der Corona-Bewegungsradius. Nach der seit Montag geltenden Regelung dürfen Menschen sich nur noch 15 Kilometer weit von ihrem Wohnort wegbewegen, wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr als 200 beträgt. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeit, den Besuch bei Freunden oder zum Einkaufen - mehr dazu lesen Sie hier. Sollte ein derzeitiger Hotspot seinen Inzidenzwert mindestens sieben Tagen in Folge unterschreiten, kann die Bewegungseinschränkung aufgehoben werden.

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Auch in Franken liegen (Stand Montag, 11. Januar, 0 Uhr) mehrere Kreise und kreisfreie Städte über dem Wert von 200. Betroffen von der Einschränkung sind demnach:

- in Mittelfranken: Stadt Fürth und die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Roth

- in Oberfranken: Städte Kulmbach, Hof, Bayreuth, Coburg und die Landkreise Bayreuth, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels, Coburg, Wunsiedel

- in Unterfranken: Landkreise Haßberge und Miltenberg

- in der Oberpfalz: Stadt Weiden in der Oberpfalz und die Landkreise Cham und Tirschenreuth

Als Stichtag, das teilte das Innenministerium mit, gelten erstmalig die Werte, die am Montag (0 Uhr) übermittelt wurden. Nürnberg unterschritt die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 seit Monaten erstmalig am Sonntag (129,1, Stand 11. Januar, 0 Uhr) - dort wurden wegen Problemen am Wochenende keine Zahlen an das Robert-Koch-Institut übermittelt.

Kommunen dürfen Ausflüge von außen verbieten

Ein Zusatz erlaubt es den örtlichen Behörden zudem, Tagesausflüge von außerhalb in den eigenen Landkreis über eine Allgemeinverfügung zu verbieten. Zahlreiche Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern wollen ihre Grenzen für Tagesausflügler schließen, darunter die Landkreise Berchtesgadener Land, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen und Cham.

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Der 15-Kilometer-Radius sorgt auch für Kritik. Im Landtag verweigerten am Freitag alle Oppositions-Fraktionen ihre Zustimmung. Die SPD sprach von einer ungeeigneten Maßnahme, die FDP von einer Grundrechtseinschränkung ohne Augenmaß.

Herrmann kündigt konsequente Kontrollen an

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigte am Sonntag konsequente Polizei-Kontrollen an. "Nur wenn sich möglichst alle an die Corona-Schutzmaßnahmen halten, haben wir eine reelle Chance, die Pandemie einzudämmen", sagt der CSU-Politiker. "Alle Unbelehrbaren müssen mit harten Sanktionen und hohen Geldbußen rechnen!" Wer gegen den Radius verstößt, der muss mit einer Strafe von 500 Euro rechnen.


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