Lothar, Kyrill, Egon: Die heftigsten Stürme in der Region

25.9.2018, 11:10 Uhr
In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1990 wütete Orkan Wiebke über Deutschland.  Er schloss eine Reihe schwerer Orkane ab, die im Spätwinter 1990 West- und Mitteleuropa heimsuchten. In Deutschland forderte der Sturm insgesamt 35 Todesopfer. Wiebke erreichte Geschwindigkeiten von 130 bis 200 Stundenkilometer. Der  entstandene Schaden in der  Forstwirtschaft, an Häusern und Autos war erheblich. Auch die Bäume in der Region fielen wie Mikado-Stäbchen und hinterließen ein riesiges Chaos. 300 Männer waren pausenlos mit Aufräumarbeiten beschäftigt.
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Orkan Wiebke im Jahr 1990

In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1990 wütete Orkan Wiebke über Deutschland. Er schloss eine Reihe schwerer Orkane ab, die im Spätwinter 1990 West- und Mitteleuropa heimsuchten. In Deutschland forderte der Sturm insgesamt 35 Todesopfer. Wiebke erreichte Geschwindigkeiten von 130 bis 200 Stundenkilometer. Der entstandene Schaden in der Forstwirtschaft, an Häusern und Autos war erheblich. Auch die Bäume in der Region fielen wie Mikado-Stäbchen und hinterließen ein riesiges Chaos. 300 Männer waren pausenlos mit Aufräumarbeiten beschäftigt. © NN/Rudolf Contino

Am Südfriedhof in Nürnberg mussten umgestürzte Bäume beiseite geschafft werden.
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Orkan Wiebke im Jahr 1990

Am Südfriedhof in Nürnberg mussten umgestürzte Bäume beiseite geschafft werden. © NN/Rudolf Contino

Am zweiten Weihnachtstag 1999 fegte Orkan Lothar mit Spitzenböen von über 200 Stundenkilometern über Frankreich, die Schweiz und Südwestdeutschland hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Der gewaltige Sturm forderte über 100 Todesopfer.  17 der über 100 Opfer kamen in Deutschlands Südwesten ums Leben: von Dachziegeln getroffen, in ihren Autos begraben, erschlagen von Bäumen. In Bayern fielen dem Orkan 4,3 Millionen Festmeter Wald zum Opfer. Jahrhundertalte Bäume knickten ab wie Streichhölzer. Nach Angaben der Bahn kam der Zugverkehr in Südbayern zum erliegen. Auch durch die Region hat das Orkantief kräftig geblasen. In der Schnieglinger Straße in Nürnberg stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto.
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Orkantief Lothar im Dezember 1999

Am zweiten Weihnachtstag 1999 fegte Orkan Lothar mit Spitzenböen von über 200 Stundenkilometern über Frankreich, die Schweiz und Südwestdeutschland hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Der gewaltige Sturm forderte über 100 Todesopfer. 17 der über 100 Opfer kamen in Deutschlands Südwesten ums Leben: von Dachziegeln getroffen, in ihren Autos begraben, erschlagen von Bäumen. In Bayern fielen dem Orkan 4,3 Millionen Festmeter Wald zum Opfer. Jahrhundertalte Bäume knickten ab wie Streichhölzer. Nach Angaben der Bahn kam der Zugverkehr in Südbayern zum erliegen. Auch durch die Region hat das Orkantief kräftig geblasen. In der Schnieglinger Straße in Nürnberg stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto. © Stefan Hippel

Auch in Großhabersdorf wütete Orkan Lothar und riss mehrere Bäume um.
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Orkantief Lothar im Dezember 1999

Auch in Großhabersdorf wütete Orkan Lothar und riss mehrere Bäume um. © Scherer

Orkantief Jeanett war der stärkste Sturm seit Orkan Lothar am 2. Weihnachtsfeiertag 1999. In ganz Deutschland kam es zu schweren Schäden. Bäume stürzten um, Strommasten knickten um, Dächer wurden beschädigt und es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen. Elf Todesopfer forderte das Orkantief im Oktober 2002. Auch in der Frankenmetropole hinterließ Jeanett ihre Spuren.
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Orkantief Jeanett im Oktober 2002

Orkantief Jeanett war der stärkste Sturm seit Orkan Lothar am 2. Weihnachtsfeiertag 1999. In ganz Deutschland kam es zu schweren Schäden. Bäume stürzten um, Strommasten knickten um, Dächer wurden beschädigt und es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen. Elf Todesopfer forderte das Orkantief im Oktober 2002. Auch in der Frankenmetropole hinterließ Jeanett ihre Spuren. © Stefan Hippel

Umstürzende Bäume zerstörten ein Wohnmobil auf dem Nürnberger Campingplatz.
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Orkantief Jeanett im Oktober 2002

Umstürzende Bäume zerstörten ein Wohnmobil auf dem Nürnberger Campingplatz. © Stefan Hippel

Querliegende Bäume, wie hier in Zabo, hielten die Feuerwehr auf Trab.
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Orkantief Jeanett im Oktober 2002

Querliegende Bäume, wie hier in Zabo, hielten die Feuerwehr auf Trab. © Stefan Hippel

Am 18. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill durch Deutschland. Mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern und starken Regenfällen brachte er das öffentliche Leben teilweise zum Erliegen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde der Zugverkehr in ganz Deutschland wegen eines Orkans eingestellt. Kyrill forderte 13 Menschenleben, zwei davon in Bayern. Auch durch die Region fegte der Sturm. Überall lagen abgebrochene und entwurzelte Bäume wie hier zwischen Dechsendorf und Kosbach.
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Orkan Kyrill im Januar 2007

Am 18. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill durch Deutschland. Mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern und starken Regenfällen brachte er das öffentliche Leben teilweise zum Erliegen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde der Zugverkehr in ganz Deutschland wegen eines Orkans eingestellt. Kyrill forderte 13 Menschenleben, zwei davon in Bayern. Auch durch die Region fegte der Sturm. Überall lagen abgebrochene und entwurzelte Bäume wie hier zwischen Dechsendorf und Kosbach. © Klaus-Dieter Schreiter

Die Feuerwehr Nürnberg war im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume zu entfernen.
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Orkan Kyrill im Januar 2007

Die Feuerwehr Nürnberg war im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume zu entfernen. © Hagen Gerullis

Auch in Woffenbach (Neumarkt) hinterließ Orkan Kyrill seine Spuren.
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Orkan Kyrill im Januar 2007

Auch in Woffenbach (Neumarkt) hinterließ Orkan Kyrill seine Spuren. © Ralf Rödel

Umgekippte Bäume, überflutete Straßen und Schnee-Chaos: Sturmtief Joachim hat im Dezember 2011 auf seinem Weg durch Deutschland Chaos auf den Straßen verbreitet. Vor allem im Süden ließ Joachim mit Wind, Schneefall und Starkregen die Muskeln spielen.
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Sturmtief Joachim ließ im Dezember 2011 die Muskeln spielen

Umgekippte Bäume, überflutete Straßen und Schnee-Chaos: Sturmtief Joachim hat im Dezember 2011 auf seinem Weg durch Deutschland Chaos auf den Straßen verbreitet. Vor allem im Süden ließ Joachim mit Wind, Schneefall und Starkregen die Muskeln spielen.

In der Bauernfeindstraße knickten Bäume um fielen auf die Gleise und beschädigten die Stromschienen. Der U-Bahn-Verkehr musste unterbrochen werden.
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Sturmtief Joachim ließ im Dezember 2011 die Muskeln spielen

In der Bauernfeindstraße knickten Bäume um fielen auf die Gleise und beschädigten die Stromschienen. Der U-Bahn-Verkehr musste unterbrochen werden. © dpa

Im Januar 2015 zog das Orkantief Elon über Deutschland und hielt die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in Atem. Bei Unfällen gab es zahlreiche Tote und Verletzte.  Auch Franken blieb nicht verschont.  Vielerorts kippten Bäume um und Autos wurden beschädigt. Das Tauwetter ließ zudem einige Flüsse über die Ufer treten, hier ein Blick auf die Aisch.
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Orkantief Elon im Januar 2015

Im Januar 2015 zog das Orkantief Elon über Deutschland und hielt die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in Atem. Bei Unfällen gab es zahlreiche Tote und Verletzte. Auch Franken blieb nicht verschont. Vielerorts kippten Bäume um und Autos wurden beschädigt. Das Tauwetter ließ zudem einige Flüsse über die Ufer treten, hier ein Blick auf die Aisch. © Horst Linke

Einsätze der verschiedensten Art mussten die Feuerwehren der Region, wie etwa hier in Pegnitz, abarbeiten.
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Orkantief Elon im Januar 2015

Einsätze der verschiedensten Art mussten die Feuerwehren der Region, wie etwa hier in Pegnitz, abarbeiten. © Feuerwehr Pegnitz

Umgestürzte Bäume, umgekippte Lastwagen und abgedeckte Dächer - das Orkantief Niklas hat im März 2015 über Bayern gewütet und den Bahnverkehr weitgehend lahmgelegt. Mit etwa 120 Stundenkilometern fegte er durch die Republik und  traf dabei auch Franken mit voller Wucht.  Feuerwehr und Polizei waren im Dauereinsatz.  Bei Pegnitz krachte ein Zug gegen einen auf dem Gleis liegenden Baum. Der Fahrer rettete sich mit einem Sprung aus dem Führerhaus, 137 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.
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Orkantief Niklas fegte im März 2015 über die Region

Umgestürzte Bäume, umgekippte Lastwagen und abgedeckte Dächer - das Orkantief Niklas hat im März 2015 über Bayern gewütet und den Bahnverkehr weitgehend lahmgelegt. Mit etwa 120 Stundenkilometern fegte er durch die Republik und traf dabei auch Franken mit voller Wucht. Feuerwehr und Polizei waren im Dauereinsatz. Bei Pegnitz krachte ein Zug gegen einen auf dem Gleis liegenden Baum. Der Fahrer rettete sich mit einem Sprung aus dem Führerhaus, 137 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. © Luisa Degenhardt

Auf der Krondorfer Autobahn-Brücke bei Neumarkt wehte es einen Lastwagen über die Mittelleitplanke.
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Orkantief Niklas fegte im März 2015 über die Region

Auf der Krondorfer Autobahn-Brücke bei Neumarkt wehte es einen Lastwagen über die Mittelleitplanke. © Mark Johnston

In Pleinfeld krachte ein riesiger Baum  auf einen VW-Polo und machte den Kleinwagen förmlich platt. Glücklicherweise saß niemand in dem Auto.
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Orkantief Niklas fegte im März 2015 über die Region

In Pleinfeld krachte ein riesiger Baum auf einen VW-Polo und machte den Kleinwagen förmlich platt. Glücklicherweise saß niemand in dem Auto. © Markus Steiner

Heftig fegte der Orkan auch über die Fürther Straße  in Nürnberg hinweg. Vor dem Justizpalast wurde die alte Trauerweide gespalten - Äste krachten auf den Gehweg und auch auf ein Auto.
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Orkantief Niklas fegte im März 2015 über die Region

Heftig fegte der Orkan auch über die Fürther Straße in Nürnberg hinweg. Vor dem Justizpalast wurde die alte Trauerweide gespalten - Äste krachten auf den Gehweg und auch auf ein Auto. © Jo Seuss

Sturmtief Egon wehte im Januar 2017 heftig über Franken hinweg und sorgte für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Umgestürzte Bäume, Zug- und Stromausfälle gingen auf das Konto von Egon. Hier stürzte ein Baum in der Allee nahe der Seniorenresidenz in Bad Windsheim um.
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Sturmtief Egon im Januar 2017

Sturmtief Egon wehte im Januar 2017 heftig über Franken hinweg und sorgte für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Umgestürzte Bäume, Zug- und Stromausfälle gingen auf das Konto von Egon. Hier stürzte ein Baum in der Allee nahe der Seniorenresidenz in Bad Windsheim um. © Claudia Lehner

Die Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Auf einem Firmengelände in Frauenaurach hatte der Sturm drei Seecontainer  umgeworfen.
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Sturmtief Egon im Januar 2017

Die Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Auf einem Firmengelände in Frauenaurach hatte der Sturm drei Seecontainer umgeworfen. © Klaus-Dieter Schreiter

Sturm Fabienne richtete in der gesamten Region schwere Schäden an. Der erste schwerere Sturm im kalendarischen Herbst 2018 hat in Bayern sogar ein Todesopfer gefordert. Auf einem Campingplatz im Landkreis Bamberg stürzte ein Baum um und erschlug eine 78 Jahre alte Frau, wie die Polizei mitteilte. Die Frau erlitt schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Nach Angaben der Polizei gingen allein bis 17 Uhr schon rund 300 Notrufe bei der Einsatzzentrale ein, danach gab es Hunderte weitere Anrufe.
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Sturmtief "Fabienne" im Jahr 2018

Sturm Fabienne richtete in der gesamten Region schwere Schäden an. Der erste schwerere Sturm im kalendarischen Herbst 2018 hat in Bayern sogar ein Todesopfer gefordert. Auf einem Campingplatz im Landkreis Bamberg stürzte ein Baum um und erschlug eine 78 Jahre alte Frau, wie die Polizei mitteilte. Die Frau erlitt schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Nach Angaben der Polizei gingen allein bis 17 Uhr schon rund 300 Notrufe bei der Einsatzzentrale ein, danach gab es Hunderte weitere Anrufe. © NEWS5 / Merzbach

Im oberfränkischen Landkreis Bamberg sorgte ein sogenannter
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Sturmtief "Fabienne" im Jahr 2018

Im oberfränkischen Landkreis Bamberg sorgte ein sogenannter "Downburst", schwere Fallböen mit Hagel und Regen, für eine Schneise der Verwüstung. Die Schäden waren immens. © NEWS5 / Merzbach

Mit Sturmböen von weit über 100 km/h und ausdauernden Regenfällen verursachte Sturmtief
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Sturmtief "Fabienne" im Jahr 2018

Mit Sturmböen von weit über 100 km/h und ausdauernden Regenfällen verursachte Sturmtief "Fabienne" Chaos in der Region. Zahlreiche Bäume warf der Wind auf Gleise, Autos und Stromleitungen, es herrschte, (wie auf diesem Bild aus Forchheim) Lebensgefahr. © NEWS5 / Fricke