Ab ins Netz! Nürnberg Digital Festival startet heute

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Christine Thurner

Nürnberger Nachrichten

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9.11.2020, 08:22 Uhr
Welche Visionen gibt es für virtuelle Bildung? Beim Nürnberg Digital Festival gibt es auf diese hochaktuelle Frage Antworten. 

Welche Visionen gibt es für virtuelle Bildung? Beim Nürnberg Digital Festival gibt es auf diese hochaktuelle Frage Antworten.  © Stefan Puchner, dpa

Man könnte meinen, wenn jemand mühelos in die digitale Welt hinübergleitet, dann ist es das Team des Nürnberg Digital Festivals. Nachdem die ursprünglich im Juli geplante Ausgabe wegen Corona gestrichen werden musste, bastelte das Team um Initiator Ingo di Bella schnell am Nürnberg Digital Festival Remote – einer virtuellen Ausgabe des Community-Events. Am Montag geht es los, und nein, mühelos war dieser vom Virus erzwungene Schritt ins Virtuelle auch für die Digital-Profis des Festivalteams nicht.

"Es war definitiv nicht leicht"

„Es war definitiv nicht leicht, es war hart, und wir haben viel gelernt“, sagte di Bella bei der virtuellen Pressekonferenz im Vorfeld des Festivals. (Einen Horch amol-Podcast mit Ingo di Bella hören Sie hier) Bei der waren auch gleich viele Akteure auf dem Zoom-Podium geladen, denn das Festival versteht sich seit den Anfängen 2012 als Mitmach-Ereignis für alle, vom Technik-Nerd bis zum interessierten Senior. „Hier kommen nicht nur IT-Fachleute zusammen, sondern die ganze Gesellschaft“, lobte Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas, „das Digital Festival hat sich zu einer echten Marke der Stadt und zu einem Leuchtturm für die Region entwickelt“. Schließlich müsse auch die Stadt in vielen Bereichen immer digitaler werden.


40 Seiten rund um Digitalisierung: Das Nürnberg Digital Magazin 2020


Aus drei Blickwinkeln, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft, betrachtet das Festival in diesem Jahr die Digitalisierung, die im Corona-Jahr vielen Menschen durch plötzliches Homeoffice, Videoanrufe bei der Oma oder virtuellem Unterricht so nahe gerückt ist wie noch nie zuvor. „2020 hat einen unglaublichen Veränderungsschub gegeben, wir sind jetzt in allen Gesellschaftsbereichen im Neuland angekommen, wenn auch unfreiwillig. Das Digital Festival bietet der gesamten Gesellschaft die Möglichkeit, diesen Wandel jetzt auch konstruktiv und aktiv mitzugestalten“, sagte di Bella.

Ingo di Bella hat mit seinem Team das Festival komplett virtuell geplant.

Ingo di Bella hat mit seinem Team das Festival komplett virtuell geplant. © Jens Liebenberg/NDF

Vom 9. bis zum 17. November werden die Fragen unserer Zeit zur Diskussion gestellt: Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus und was brauchen wir dafür?

Wie gehen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen, wie wird der Zugang zu digitalem Lernen für alle Menschen gewährleistet? Wie sieht gelungene digitale Schule aus, und wie sehr können wir künstlicher Intelligenz trauen, wenn es um unsere Gesundheit geht? In rund 150 Sessions und Keynotes geht um Chatbots, Quantencomputer und Web-Shops, aber auch um den Kampf gegen Dickpics, Digitalisierung in der frühkindlichen Bildung, Einblicke in einen Flugsimulator oder die besten Schülerfirmen.

Eigene Themen im Barcamp

An den letzten beiden Festivaltagen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Barcamps eigene Themen auf die Agenda setzen. Fast alle Programmpunkte finden auf der Online-Plattform hopin statt, die auch viele Möglichkeiten zum Austausch bietet. Die Festival-Tagestickets für 15 Euro gelten jeweils für einen ganzen Tag, die Teilnahme an den Barcamps ist kostenfrei.

Abends ist Unterhaltung und zwangloser Austausch bei PowerPoint Karaoke, Poetry Slam oder einem digitalen Barabend angesagt. Denn der analoge Austausch, das Netzwerken vor Ort, die kleinen menschlichen Begegnungen, die alle beim Festival immer so geschätzt haben: sie müssen in diesem Jahr pausieren - oder eben ebenfalls digital stattfinden.

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