Autofahrer aufgepasst: Polizei Nürnberg setzt auf mobilen Blitzeranhänger

Johannes Handl
Johannes Handl

Lokalredaktion

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4.3.2021, 16:36 Uhr
Er sieht aus wie ein gewöhnlicher Anhänger. Doch im sogenannten Enforcement Trailer ist ein Blitzer integriert, der tagelang Geschwindigkeitsübertretungen feststellen kann. 

Er sieht aus wie ein gewöhnlicher Anhänger. Doch im sogenannten Enforcement Trailer ist ein Blitzer integriert, der tagelang Geschwindigkeitsübertretungen feststellen kann.  © Stefan Hippel

Auf der Erlanger Straße sind viele Pendler unterwegs. Die meisten wissen, dass kurz vor der Kreuzung mit der Bucher Hauptstraße ein Blitzer lauern könnte. Doch während die Geräte in der Vergangenheit meist nach wenigen Stunden wieder verschwunden waren, hat die Polizei in Mittelfranken ab sofort ganz neue Möglichkeiten. Enforcement Trailer nennt sich der mobile Anhänger, von dem aus die gefürchteten Bildchen geknipst werden, wenn jemand zu schnell unterwegs ist.

Die Technik dieses Blitzers unterscheidet sich laut Polizeioberrat Werner Bauer nicht von der Technik gängiger Modelle, wie etwa dem fest installierten an der Kreuzung Bucher Straße/Nordring, der obendrein Rotlichtverstöße feststellt. Der Vorteil des Anhängers ist, dass er dank seiner deutlich höheren Batteriekapazitäten tagelang an derselben Position bleiben und durchgängig Geschwindigkeitsübertretungen dokumentieren kann.

Blitzer zeigen Wirkung

"Wenn Autofahrer den Blitzer am Montag und am Dienstag sehen, sind sie am Mittwoch automatisch langsamer unterwegs", sagt Bauer. Das zeige auch die Erfahrung, die Beamte andernorts bereits gemacht haben. Die Geschwindigkeit im Blick zu behalten, sei nach wie vor äußerst wichtig. Denn unangepasste oder überhöhte Geschwindigkeit sind seit Jahren die Hauptunfallursachen bei tödlichen Verkehrsunfällen, wie der stellvertretende Sachgebietsleiter für Verkehrsaufgaben beim Polizeipräsidium Mittelfranken erklärt.

Einfach wegschieben lässt sich der High-Tech-Anhänger laut Bauer übrigens nicht. Er sei extra abgesenkt worden und darüber hinaus vandalismus- und diebstahlsicher. Von nun an soll der nur auf den ersten Blick unscheinbare Anhänger je nach Bedarf in ganz Mittelfranken zum Einsatz kommen.

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