Corona-Tests in Nürnberger Schulen starten am Dienstag

2.3.2021, 09:32 Uhr
 Ein Lehrer demonstriert vor Schülern die Handhabung eines Antigen-Schnelltests im Rahmen eines Fototermins zum Thema

 Ein Lehrer demonstriert vor Schülern die Handhabung eines Antigen-Schnelltests im Rahmen eines Fototermins zum Thema "Teststraße vor der Schule". © Georg Hochmuth, dpa

Es ist alles durchorganisiert: Die Teststrecke ist aufgebaut, die Schülerinnen und Schüler kommen zu einem fest zugewiesenen Zeitslot. Dann wird der Abstrich gemacht, in drei Minuten ist alles vorbei. “Das geht erstaunlich schnell”, sagt Mark Meinhard, Schulleiter der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg.

Man biete die Tests für alle an, die aktuell in der Schule seien - Lehrer oder auch Schülerinnen und Schüler. All das bisher selbst organisiert. “Das hat etwas Beruhigendes für alle”, sagt Mark Meinhard. “Und es ist das Zeichen, dass wir uns bemühen.”


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Künftig ist man nicht mehr auf sich alleine gestellt: Die private evangelische Gesamtschule bekommt dann 500 Schnelltests pro Woche von der Stadt. Denn diese werden aktuell an die 125 Schulen im Stadtgebiet ausgeliefert, die Zahl bemisst sich nach der Schulgröße.

Und so sollen alle Nürnberger Schulen morgen oder in den nächsten Tagen mit den Testungen beginnen können, sagt Schulreferentin Cornelia Trinkl: 96.000 Schnelltests hat die Stadt vom Freistaat bekommen. Damit ist ein Abstrich in der Nase möglich - nur zwei Zentimeter muss das Stäbchen eingeführt werden, betont Cornelia Trinkl. Das gehe auch bei kleineren Kindern.

Wann die Tests durchgeführt werden, liege an den Schulen: Jede habe einen Arzt oder Ansprechpartner von einer Hilfsorganisation an ihrer Seite, die vor Ort die Tests durchführen würden. Ein Test auf freiwilliger Basis pro Woche ist geplant, aktuell werden dazu Einverständniserklärungen eingeholt. “Wir werden aber jeden Tag nachjustieren”, so Trinkl. Das Kita-Personal kann übrigens an die nächstgelegene Schule zu einem Test kommen.


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Zusätzlich sollen ab nächster Woche Selbsttests ausgeliefert werden, berichtet Trinkl, sie können ab dem 15. Lebensjahr eingesetzt werden - aktuell hieße das, dass die Abschlussklassen, die an den Schulen sind, sich selbst testen können.

Gurgeltests, die besonders für kleinere Kinder angenehmer sind, gibt es in Nürnberg noch nicht. Andere Kommunen sind da weiter - etwa in Altdorf (Nürnberger Land) werden sie an Schulen durchgeführt. Da sei die Logistik allein aufgrund der Größe der Kommune leichter, sagt Trinkl und betont: “Wir sind auch an den Konzepten dran und stehen in Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium.”


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Ob dann Spuckstests in Nürnberg zum Einsatz kommen, oder ob man auf einem Schwämmchen kaut, das sei noch nicht klar. “Ich hoffe aber, dass es so schnell wie möglich kommt.”