Zur Museums-Einweihung

Nürnberg bekommt eine Bratwurstgasse

14.10.2021, 13:30 Uhr
Sie ist eine geschützte Spezialität - jetzt wird nach der Nürnberger Bratwurst sogar eine Gasse benannt. 

Sie ist eine geschützte Spezialität - jetzt wird nach der Nürnberger Bratwurst sogar eine Gasse benannt.  © Sportfoto Zink / DaMa, NNZ

Im November soll am westlichen Ende des Trödelmarkts das neue „Nürnberger Bratwurstmuseum“, des „Schutzverbands Nürnberger Bratwurst“ eröffnet werden. Auf rund 100 Quadratmetern soll dort über die etwa 700 Jahre Kulturgeschichte der sieben bis neun Zentimeter langen und 20 bis 25 Gramm schweren Wurstspezialität informiert werden.

Nun hat der Verkehrsausschuss grünes Licht dafür gegeben, dass der Weg nördliche des neuen Museums bis zum Henkersteg in Bratwurstgasse umbenannt wird. „Das ist eine kurze Gasse, das passt auch zur Kürze der Nürnberger Bratwurst“, sagte Wirtschaftsreferent Michael Fraas, der für die Straßenbenennungen zuständig ist. Anwohner und Geschäftsleute müssten keine Angst haben, dass sich ihre Anschrift ändert – das einzige Anwesen an der Bratwurstgasse sei das Museum.

Die Idee zur Umbenennung hatte zunächst der Nürnberger Radiosender ENERGY, der eine Online-Petition startete. Die CSU-Fraktion im Nürnberger Stadtrat fand die Initiative gut und stellte einen entsprechenden Antrag, der nun im Verkehrsausschuss behandelt wurde.


Die Nürnberger Bratwurst bleibt geschützt


„Das ist eine große Chance für das Stadtmarketing“ befand CSU-Stadtrat Daniel Frank. Auch die SPD schloss sich an: „Nürnberg ist zwar mehr als nur Bratwurst, aber sie ist einer der Markenkerne der Stadt“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Genossen, Nasser Ahmed. Nur die Grünen lehnten den Antrag ab: „Besucher finden das Museum auch ohne die Gasse. Wir sehen den Mehrwert nicht“, sagte Kai Küfner.

Das Straßenschild soll pünktlich zur Museumseröffnung im November enthüllt werden.

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