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Nürnberger Hotels vermieten Homeoffice-Zimmer

Zwei Unterkünfte bieten Arbeitsräume an - Übernachten nicht erlaubt - 01.04.2020 15:56 Uhr

Homeoffice daheim ist ein Alptraum? Zwei Hotel in Nürnberg bieten ihre Zimmer für Arbeitnehmer an. © Hotel Christal


Einige Anfragen verzeichnet etwa Anna Milenko, Rezeptionsleiterin beim Hotel Cristal. "Für uns als Hotel ist es derzeit eine schwierige Situation", sagt sie. Touristen dürfen wegen der Coronakrise nicht mehr im Hotel übernachten - und Geschäftsreisende, denen die Unterkünfte noch offen stehen, gibt es auch immer weniger.

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Und so hat das Hotel, das in Schoppershof zu finden ist, ein neues Angebot entwickelt: Noch bis voraussichtlich 17. April kann ein Zimmer mit WLAN von Montag bis Freitag als Homeoffice gebucht werden: 15 Euro kostet das Basis-Paket pro Tag, für 18 Euro gibt es zusätzlich Mineralwasser und für 25 Euro wird eine Komplett-Pauschale mit Frühstück und Getränken geboten. Auf Facebook wirbt das Hotel zusätzlich noch mit einem Augenzwinkern dafür, dass jedes Zimmer natürlich eine Toilette "mit reichlich Toilettenpapier" habe . Das große Geschäft werde man dabei nicht machen, meint auch Anna Milenko im Gespräch mit der Redaktion: "Das ist für uns eine Werbemaßnahme."

Homeoffice-Angebote können Verluste nicht ausgleichen

Auch das Hotel "Das Paul" in der Innenstadt bietet seit 18. März "Workspace"-Zimmer an - für rund 40 Euro pro Tag gibt es eine Espressomaschine im Zimmer, zwei Flaschen Wasser, Süßigkeiten und eine kostenfreie WIFI-Nutzung. Hotelchef Eike Steffen berichtet: "Die Nachfrage wird hier stärker." Dem bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sind weitere Hotels in Deutschland bekannt, die auf diese Weise die Zimmer füllen möchten. So offeriert derzeit auch die Kette Dorint auf ihrer Homepage "Arbeiten mit Hotel-Komfort mit sicherem WLAN und Druckservice".


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Doch die derzeitigen Verluste können die Häuser mit derartigen Aktionen nicht wirklich ausgleichen. So sagt Dehoga-Bezirksgeschäftsführer Gerhard Engelmann zur Coronakrise: "Das ist die größte Katastrophe, die wir je erlebt haben." Und er berichtet von einer aktuellen gemeinschaftlichen Anfrage aus dem bayerischen Gesundheits- sowie aus dem Wirtschaftsministerium an die Dehoga: So wollten die zwei Ministerien grundsätzlich wissen, ob Hoteliers im Zuge der Coronakrise ihre Häuser eventuell auch als Krankenstationen zur Verfügung stellen würden. Etwa 250 Hotels in ganz Bayern hätten hier Bereitschaft signalisiert. Details finanzieller oder organisatorischer Art seien allerdings noch nicht geklärt.


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