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0:2 gegen Osijek: Club verliert ersten Test im Trainingslager

Keller wechselt in der Halbzeit fast vollständig durch - 17.01.2020 18:19 Uhr

Alle Nürnberger Offensivbemühungen blieben erfolglos, NK Osijek dagegen nutzte seine Chancen und erzielte mit diesem Foulelfmeter das 2:0. © Sportfoto Zink / Daniel Marr


Die vielleicht schönste Nachricht des Tages verbreitete der 1. FC Nürnberg schon vor dem Anstoß. Nach über dreimonatiger Pause infolge eines Kniescheibenbruchs gab Christian Mathenia in der ersten Halbzeit des Testspiels gegen Osijek sein Comeback – und hielt bis auf einen kleinen Wackler nach vier Minuten gleich wieder, als wäre er nie weg gewesen.

Als er ging, stand es noch 0:0, nach 90 Minuten musste sich der Club mit 0:2 geschlagen geben. Der kroatische Erstligist nutzte zwei Unkonzentriertheiten im Nürnberger Defensivverbund nach dem Seitenwechsel eiskalt aus.

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Verdient verloren: Der Club muss sich dem NK Osijek geschlagen geben

Gegen die Bayern gewonnen, gegen Osijek verloren: Das erste Testspiel im Trainingslager fällt nicht zufriedenstellend aus. Der Club lässt gegen NK Osijek Konsequenz und Ruhe im Offensivspiel vermissen und fängt sich durch eine Unaufmerksamkeit und einen Foulelfmeter zwei vermeidbare Gegentreffer ein. Wirklich beschweren können sich die Nürnberger über das 0:2 dabei nicht. Jens Keller hat in der restlichen Vorbereitung noch einiges zu tun.


Trainer Jens Keller wechselte in der 63. Minute fast komplett durch und probierte zunächst unter anderem mal wieder Patrick Erras im defensiven Mittelfeld aus. Zudem feierte Konstantinos Mavropanos sein Debüt im Club-Trikot, an der Seite von Georg Margreitter. Die beiden scheinen 13 Tage vor dem Liga-Start beim HSV gegenüber Asger Sörensen und Lukas Mühl die Nase vorn zu haben, was aber nicht viel heißen muss.

Mavropanos zeigte auf Anhieb, was sich die Sportliche Leitung von ihm verspricht: Kompromisslosigkeit in der Defensive, Torgefahr in der Offensive. Jeweils nach Eckstößen verfehlte er den Kasten der Kroaten per Kopf zweimal nur knapp.

Hektisch in der Offensive, unglücklich in der Defensive

Ansonsten tat sich der Club anfangs schwer mit konstruktiven Vorstößen und hatte zudem Glück, dass Grezda die bis dahin beste Möglichkeit der Kroaten relativ kläglich vergab und Kleinheisler nur den Pfosten traf, Mathenia wäre machtlos gewesen. Auf der Gegenseite scheiterten Mikael Ishak mit links aus rund 20 Metern und Handwerker aus kurzer Distanz am guten Schlussmann Malenica.

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Nach dem Seitenwechsel schaffte es Johannes Geis mit einem Distanzversuch als Erster in die Zusammenfassung, ehe wenig später die kalte Dusche folgte. Als Sportvorstand Robert Palikuca etwas weiter hinten gerade eine kurze Auseinandersetzung zwischen Fan-Gruppen schlichten musste, traf der kongolesische Nationalspieler Ndockyt nach einem Durcheinander im Nürnberger Strafraum humorlos zum 0:1 (55.).

Nach vorn agierte der Club auch weiterhin viel zu hektisch und fing sich hinten noch einen vermeidbaren Gegentreffer. Ersatztorhüter Andreas Lukse verursachte in höchster Not und nach missglückter Abseitsfalle der Vorderleute einen Strafstoß, den Spoljaric souverän verwandelte.

"Es ist noch nicht alles perfekt", so beurteilte Christian Mathenia seine eigene Leistung und hätte damit auch die Leistung der Mannschaft meinen können, "aber ich finde, dass ich es ganz ordentlich gemacht habe." Einige andere auch, nur eben nicht mit dem gewünschten Ergebnis.

Nürnberg: Mathenia (46. Lukse); Sorg (63. Jäger), Margreitter (63. Sörensen), Mavropanos (63. Mühl), Handwerker (63. Nürnberger) – Erras (63. Behrens), Geis (63. Gnezda Cerin) – Schleusener (63. Dovedan), Kerk (63. Hack) – Frey (63. Zrelak), Ishak (63. Besong).

Zuschauer (in Marbella): 300. - Tore: 0:1 Ndockty (55.), 0:2 Spoljaric (64./Foulelfmeter).

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