Die Langzeitverletzten sind wieder da - und jetzt?

Das hat der Club mit Lohkemper und Besong vor

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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25.5.2022, 06:00 Uhr
Einer seiner nur zwei Pflichtspiel-Einsätze in der vergangenen Saison: Felix Lohkemper beim 2:2 in Paderborn.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Einer seiner nur zwei Pflichtspiel-Einsätze in der vergangenen Saison: Felix Lohkemper beim 2:2 in Paderborn.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr haben Felix Lohkemper und Paul-Philipp Besong neue Verträge unterschreiben dürfen beim 1. FC Nürnberg. Und das, obwohl sie in den Monaten davor aufgrund ihrer schweren Verletzungen kaum hatten spielen können für den Zweitligisten. Lohkemper elfmal, Besong gar nicht. Saß bei den Profis aber zumindest zweimal auf der Bank.

Die Saison 2021/22 lief für beide Stürmer ähnlich unerfreulich; Lohkemper musste sich schon im August zum zweiten Mal operieren lassen und kehrte erst Anfang März sporadisch auf den Platz zurück. Was er hatte, konnte oder wollte niemand so genau sagen. Auf jeden Fall: Schmerzen. „Probleme im Hüft- und Leistenbereich“, erklärte sein Trainer, der ja kein Arzt ist.

Die glauben sie jetzt endlich im Griff zu haben; am Wochenende wäre Lohkemper mutmaßlich wieder einsatzfähig gewesen, die Sommerpause kam ihm deshalb äußerst ungelegen. Wenn die Runde „noch zwei, drei Wochen länger“ gedauert hätte, so Klauß bei der letzten öffentlichen Einheit, hätten sie Lohkemper wohl so weit gehabt, so muss sich vor allem der Rekonvaleszent weiter gedulden. Mal wieder. „Nach so einer langen Pause“, sagt Klauß, „braucht man einen längeren Aufbau.“

„Zu gut“ für ein Leihgeschäft

Den soll es jetzt ab dem 13. Juni in der rund vierwöchigen Vorbereitung geben; auch der Sportvorstand wird ganz genau hinschauen, ob und wie Lohkemper die höhere Belastung verkraftet. Natürlich hoffen sie auf sein zeitnahes Comeback, klar, können aktuell aber trotzdem nicht voll auf Lohkemper setzen. „Für die Kaderplanung“, sagt Klauß, „müssen wir uns natürlich auch Alternativen schaffen, wir wollen ja nicht nochmal enttäuscht werden.“ Sondern lieber positiv überrascht.

Also schauen sie von Woche zu Woche, wollen Lohkemper aber auf keinen Fall verleihen, um ihm regelmäßige Spielpraxis zu ermöglichen. Für die Dritte Liga „ist er zu gut“, findet Klauß, in der Zweiten Liga würden sie nur einen Konkurrenten verstärken. Also wird Lohkemper definitiv bleiben, für Paul-Philipp Besong suchen sie hingegen einen ambitionierten Verein, wo er seine neu gewonnene Stabilität auf höherem Niveau überprüfen kann.

Seit Anfang November tastete sich der 21-Jährige in der zweiten Mannschaft langsam wieder heran an den Fußball, der ihm so übel mitgespielt hatte. Acht Treffer in 13 Regionalliga-Partien lassen vermuten, dass es Besong, 2019 Deutscher U19-Meister mit Borussia Dortmund und danach fast eineinhalb Jahre wegen überwiegend schlimmer Knieblessuren dienstunfähig, immer noch kann. Sie halten auch nach wie vor sehr viel von ihm, nur muss Besong sein unbestritten großes Talent jetzt auch mal wieder höherklassig zeigen.

Ungünstige Sommerpause

Die Zweite Liga, glaubt Dieter Hecking, käme für ihn zu früh - weshalb er einen ambitionierten Drittligisten sucht, der Besong auf Leihbasis für ein Jahr auf- und übernehmen würde. Noch ist er nicht fündig geworden, hofft aber, zeitnah Vollzug melden zu können. Hauptsache, Besong bleibt gesund, ebenso Lohkemper, der „auf einem guten Weg ist“, wie sein Trainer berichtet. Und wahrscheinlich der Einzige im Aufgebot, der gerne auf die Sommerpause verzichtet hätte.

„Er bräuchte jetzt noch Trainingseinheiten mit der Mannschaft“, sagt Klauß, „individuell ist er relativ fit.“ Und wäre, daran bestehen keine Zweifel, in Bestform eine richtige Verstärkung. Sonst hätten sie vor einem Jahr wohl auch seinen Vertrag nicht verlängert.

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