Platzverweis als Knackpunkt

"Die zweite Gelbe Karte war keine": Fiél vermisst Fingerspitzengefühl beim Schiedsrichter

Azeglio Elia Hupfer

nordbayern-Redaktion

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25.2.2024, 17:32 Uhr
Club-Coach Cristian Fiél suchte bereits in der Halbzeit das Gespräch mit dem Schiedsrichter. Auch nach dem Spiel war der Platzverweis Gesprächsthema.

© IMAGO/Sportfoto Zink / Alexander Schlirf Club-Coach Cristian Fiél suchte bereits in der Halbzeit das Gespräch mit dem Schiedsrichter. Auch nach dem Spiel war der Platzverweis Gesprächsthema.

Was für bittere neun Minuten für den 1. FC Nürnberg im 272. Frankenderby: Nach 25 Minuten vergibt Benjamin Goller die Riesenchance auf das 2:0 und scheitert krachend am Pfosten, postwendend dann der Ausgleich und in der 34. Minute die Ampelkarte für Jens Castrop. Schiedsrichter Robert Schröder wertete ein harmloses Tackling am Mittelkreis als taktisches Foul.

Club-Coach Cristian Fiél fasste diese turbulenten Minuten im Anschluss zusammen: "Anfangs haben wir die Räume hinter der letzten Kette gefunden und gehen dann verdient in Führung. Danach haben wir auch die Chancen auf das 2:0. Nach der Gelb-Roten Karte war es für uns schwer, da die Heimmannschaft die Überzahl und die Führung gut ausgespielt hat."

Mit den frischen Eindrücken vom Platz und ohne die Szene noch einmal gesehen zu haben, ging Fiél auf der Pressekonferenz auf den Platzverweis ein. Schon in der Halbzeit habe er das Gespräch mit dem Schiedsrichter gesucht und ihm seine Sicht auf die Situation kurz mitgeteilt. "Ich glaube, die zweite Gelbe Karte war keine, dann versucht man ihm zu sagen: Das ist ein Derby, das sind Emotionen."

Der Club-Coach vermisste das Fingerspitzengefühl beim Schiedsrichter. "Ich glaube schon, dass das eine spielentscheidende Szene ist, aber die Kröte müssen wir heute schlucken."

Für Fiél war der Platzverweis auch ein Knackpunkt im Spiel. "Wir sind gut in das Derby reingekommen und haben einstudierte Dinge, wie hinter die letzte Kette zu kommen, von Beginn an gut umgesetzt. In Unterzahl zu spielen, macht es für uns natürlich deutlich schwerer."

Und schwer wurde es dann auch für den Club. Am Ende hatten die Gäste nur noch mickrige 31 Prozent Ballbesitz und bei den Eckbällen stand es 12:0 für das Kleeblatt. "Greuther Fürth hat dann so eine Qualität, dass du in Unterzahl nicht mehr diese Möglichkeiten bekommst. Im Moment fühlt sich das schon bitter an" fasste Fiél noch zusammen.

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