Tor und Entlassung

Einst beim Club, jetzt ganz schnell: Canadi und Sabiri lassen aufhorchen

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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25.9.2022, 12:33 Uhr
Wieder auf Vereinssuche: Damir Canadi.

© Sportfoto Zink / DaMa Wieder auf Vereinssuche: Damir Canadi.

Es konnte Abdelhamid Sabiri nicht schnell genug gehen mit der Karriere. Leiden musste darunter der 1. FC Nürnberg. Der hatte Sabiri 2016 aus Siegen an den Valznerweiher geholt - um ihn in der zweiten Mannschaft zu formen. Sabiri aber war zu gut, schoss für die Zweitligamannschaft in neun Spielen fünf Tore - und fand, dass das dann auch reicht.

Im Sommer 2017 zog Sabiri nach einigem Ärger schon weiter. Der Mittelfeldmann wechselte in die Premier League zu Huddersfield und später nach Paderborn. Inzwischen ist Sabiri in Italien angekommen, bei Sampdoria Genua ist er ein Leistungsträger und hat sich so interessant gemacht für die Nationalmannschaft Marokkos.

Am Wochenende gab er sein Debüt. Nach 76 Minuten wurde Sabiri eingewechselt im Spiel gegen Chile, zwei Minuten später hatte er schon sein Premierentor und den 2:0-Endstand erzielt: Ein kurzer Blick nach oben, ein Schuss aus knapp 20 Metern - es scheint, als könne es Sabiri immer noch nicht schnell genug gehen. Nur beim Club haben sie damit nichts mehr zu tun.

Das gilt auch für einen anderen Ehemaligen, bei dem es am Wochenende etwas schnell ging - zu seinem Leidwesen. In der vergangenen Woche hatte sich ein Journalist des österreichischen „Kurier“ extra noch auf eine kleine Dienstreise begeben. Das Ziel: Kroatien und Damir Canadi.

Nur der Sohn bleibt

Der ehemalige Trainer des 1. FC Nürnberg, der beim Club als einer der ersten am Wiederaufbau nach dem Abstieg 2019 gescheitert war, arbeitete seit kurzem im Heimatland seines Vaters und seiner Mutter. Weil Österreich nun am Sonntag um 20.45 Uhr in der Nations League gegen Kroatien spielt, sollte Canadi ein wenig Auskunft geben über den Fußball in Kroatien.

Tat er dann auch, hätte ein paar Tage später aber noch eine ganz andere Geschichte erzählen können: Über die Schnelllebigkeit des Geschäfts zum Beispiel. Am Samstag nämlich erfuhr Canadi, dass er erst einmal keine Rolle mehr spielen wird im kroatischen Fußball. Nach nur einem Sieg in zehn Spielen wurde er bei HNK Sibenik schon wieder entlassen. Immerhin: Ein Canadi bleibt, Damirs Sohn Marcel wechselte im Sommer ebenfalls nach Sibenik.

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