Zwei Jahre nach Wechsel: Sabiri tritt gegen Club nach

8.5.2019, 16:23 Uhr

© Sportfoto Zink

Dabei begann das Kapitel Sabiri beim 1. FC Nürnberg im Juli 2016 wie eine Märchengeschichte. Vom Regionalligisten Sportfreunde Siegen an den Valznerweiher gekommen, sorgte der Deutsch-Marokkaner erst in der U 23 beim Club für Aufsehen (18 Scorerpunkte in 21 Spielen), ehe ein halbes Jahr später das Profidebüt in der 2. Liga folgte.

Mit feinen Dribblings und vor allem wichtigen Toren gegen Heidenheim und Braunschweig hielt er den Club aus den größten Abstiegssorgen heraus, erhielt einen Lizenzspielervertrag und galt als große Hoffnung für die Zukunft. Diese sah Sabiri allerdings nicht beim damaligen Zweitligisten. Er wollte in die große weite Fußballwelt hinaus und ergriff bei einem Angebot aus England direkt die Flucht. Der frischgebackene Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town bemühte sich intensiv um den damals 20-Jährigen, der Club wollte sein Talent aber nicht ziehen lassen.

Sabiri war das egal, er schwänzte Trainingseinheiten und zeigte große Unlust, weiterhin für den FCN zu spielen. Nach wochenlangem Hin und Her blieb dem damaligen Sportvorstand Andreas Bornemann nichts anderes mehr übrig, als den sturen Wandervogel ziehen zu lassen. Sabiri bekam was er wollte - und hinterließ am Valznerweiher verbrannte Erde.

Seitdem sind knapp zwei Jahre vergangen und Sabiris Traum in England durchzustarten ist klar gescheitert. Lediglich 267 Spielminuten in zwei Spielzeiten (eine Vorlage) zeigen, dass die wohl beste Liga der Welt, der Huddersfield durch den diesjährigen Abstieg ab sofort nicht mehr angehört, aktuell mindestens eine Nummer zu groß für den eigentlich so talentierten Offensivspieler ist. Sein Vertrag in der Grafschaft Yorkshire läuft noch bis 2020, angeblich sollen mit Eintracht Frankfurt und Werder Bremen aber bereits zwei Bundesligisten Interesse am aktuellen U-21-Nationalspieler Deutschlands angemeldet haben.

Fragwürdiges Instagram-Posting

Mit Nürnberg scheint Sabiri auch nach fast zwei Jahren wohl immer noch nicht abgeschlossen zu haben. Am Mittwoch veröffentlichte er auf seinem Instagram-Profil einen Video-Zusammenschnitt, indem sich mehrere Club-Fans kritisch gegenüber seiner Person äußern. Am Ende aber wahrscheinlich nur ein weiteres schwarzes Kapitel in der Märchengeschichte, die doch eigentlich so gut begonnen hatte.

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