Zwei schwere Knieverletzungen

Hiobsbotschaften aus der Klinik: Dem Club gehen die Abwehrspieler aus

Uli Digmayer
Uli Digmayer

Sportredaktion

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14.11.2022, 09:40 Uhr
Hiobsbotschaft für Erik Wekesser: Der Linksverteidiger zog sich gegen Paderborn eine Kreuzbandverletzung zu und fällt lange aus. 

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Hiobsbotschaft für Erik Wekesser: Der Linksverteidiger zog sich gegen Paderborn eine Kreuzbandverletzung zu und fällt lange aus. 

Markus Weinzierl schien zu ahnen, dass da keine guten Nachrichten auf ihn zukommen würden. "Wir müssen abwarten", sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg direkt nach dem 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn mit Blick auf die Verletzungen von James Lawrence und Erik Wekesser, die Sorge schwang in seiner Stimme aber bereits mit.

Am späten Abend bestätigten sich dann nach MRT-Untersuchungen im Südklinikum die schlimmsten Befürchtungen. Beide Abwehrspieler haben sich am Sonntag schwere Knieverletzungen zugezogen und werden dem Club mehrere Monate fehlen.

Während der nicht für die WM nominierte walisische Innenverteidiger Lawrence bei einem Zusammenprall im Strafraum einen Innenband- und Innenmeniskus-Riss erlitt, wurde bei Linksverteidiger Wekesser, der ohne Fremdeinwirkung umgeknickt war, eine Verletzung des vorderen Kreuzbands diagnostiziert. Beide Profis hatten zunächst noch einige Minuten weitergespielt. "Ich habe mich nach der Behandlung auf dem Platz gut gefühlt", ließ sich Wekesser auf der Vereinshomepage zitieren.

"Es ist auch bei einer Kreuzband-Teilverletzung nichts Ungewöhnliches, dass man noch kurz weiterspielen kann und die Schmerzen sich im Rahmen halten. Erik war in seinen Bewegungen nicht mehr vollständig frei, also musste er raus", ergänzte Mannschaftsarzt Werner Krutsch.

"Das ist extrem bitter für die beiden Jungs. Wir werden sie als Gruppe auffangen", versprach Sportvorstand Dieter Hecking. Ob der Club nun im Winter auf dem Transfermarkt tätig wird, ließ er noch offen: "Wir haben eine ungewöhnlich lange Pause vor uns. Ob und wenn wie wir tätig werden, entscheiden wir in den kommenden Tagen und Wochen."

Freilich dürfte dem Verein kaum eine andere Wahl bleiben, droht doch gerade in der Abwehr nun ein akuter personeller Notstand. Schließlich wird auch Linksverteidiger Tim Handwerker nach seinem Anfang August erlittenen Kreuzbandriss in dieser Saison kaum mehr eingreifen können. Die Rückkehr von Innenverteidiger Florian Hübner, der seit Wochen wegen Rückenproblemen pausieren muss, steht ebenfalls in den Sternen.

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