Achillessehnenriss! Kerk verletzt sich gegen Union schwer

20.8.2017, 17:18 Uhr
Es ist leider wahr: Sebastian Kerk, der nach seiner Auswechslung nur noch gestützt "laufen" konnte, muss lange pausieren.

© Sportfoto Zink / DaMa Es ist leider wahr: Sebastian Kerk, der nach seiner Auswechslung nur noch gestützt "laufen" konnte, muss lange pausieren.

Man notierte in Nürnberg die 72. Minute, als Sebastian Kerk die Kugel auf der linken Bahn nach vorne trieb, mitten in seinem Vorwärtsdrang dann aber zu Boden sackte. Der Club-Akteur, der in den bisherigen Pflichtspielen des FCN mit fast schon überirdischen Assistgeber-Qualitäten aufgewartet hatte, war nahe der Seitenlinie von einem Berliner verfolgt, aber nicht berührt worden. Wie Kerk, als er auf der Suche nach einer Anspielstation nach oben schaute und auf einmal das Gesicht verzog, ließ nichts Gutes erahnen. Ebenso wie die Bilder, als der technisch versierte Oberschwabe auf dem Rasen behandelt wurde und gestützt von Nürnberg-Doc Matthias Brem und Club-Physio James Morgan danach den Innenraum des Max-Morlock-Stadions verließ.

Auch Michael Köllner sorgte sich nach Abpfiff um seinen Top-Vorbereiter. In der ersten Hälfte gegen Union war dieser zum wiederholten Male mit gefährlichen Standards auffällig geworden. Nach der Pause hatte Kerk den Ball zu Cedric Teuchert geflankt - und dieser das Leder per Drop-Kick ins Netz gejagt. Über diese tolle Szene durfte sich der Club-Coach ebenso freuen wie über das 2:2, das zugleich den Endstand bedeuten sollte.

Kurz nach Ende der Partie sprach Köllner allerdings bereits davon, dass die Verletzung seines Vorzeigefußballers einen Schatten auf das Spiel werfe. Er sei kein Mediziner, erklärte der Club-Trainer, es könne die Achillessehne oder die Wade sein. Die Mediziner, welche anschließend die MRT-Unterschuchung vornahmen, hatten für Köllner und alle Club-Fans wenig später schlechte Nachrichten: Die Achillessehne von Sebastian Kerk ist in der 72. Minute gerissen.

"Das ist natürlich tragisch für ihn. Wir werden uns jetzt schon intensiver damit beschäftigen, was auf dem Transfermarkt noch möglich ist", erklärte Sporvorstand Andreas Bornemann dazu den Nürnberger Nachrichten. Der Kaderplaner schob mit Blick auf mögliche Alternativen hierher, man habe "natürlich immer Spieler im Auge, die diese Position auch spielen könnten. Vielleicht ergibt sich ja auch ein Leihgeschäft, weil wir schon hoffen, dass Kerk nach der Winterpause wieder angreifen kann". Bornemann abschließend: "Intern hat diese Position bei uns bisher am ehesten noch Abdelhamid Sabiri ausgefüllt, aber das ist zurzeit ja eher schwierig". 

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