Der Ball liegt bei der Politik: So äußert sich der FCN

24.4.2020, 16:08 Uhr
Das Abstimmen funktioniert nur noch mit Abstand: Aufsichtsratsboss Thomas Grethlein, Robert Palikuca und Niels Rossow bleiben natürlich aber dennoch im Gespräch.

Das Abstimmen funktioniert nur noch mit Abstand: Aufsichtsratsboss Thomas Grethlein, Robert Palikuca und Niels Rossow bleiben natürlich aber dennoch im Gespräch. © Sportfoto Zink / DaMa

Ob das alles gesellschaftsfähig ist und den Sicherheitsstandards entspricht? Diese Frage - so auch in einem Halbsatz von Robert Palikuca im Interview mit dem vereinseigenen Videokanal formuliert - geben der Sportchef des 1. FC Nürnberg und Vorstandskollege Niels Rossow an die politischen Verantwortungsträger in der Corona-Krise weiter. Auf dem Pandemie-Gipfel am Donnerstag warb die DFL um Wohlwollen bei der Wiederaufnahme des Fußballbetriebs.

Um was es auf der Sitzung noch so ging und wie sich der FCN im Zusammenhang mit den von einer medizinischen Task Force skizzierten Restart-Plänen positioniert und vorbereitet, berichteten Palikuca und Rossow im Anschluss auf der Website des Altmeisters. Wir haben die Aussagen für Sie zusammengefasst...

Die Agenda der DFL-Sitzung und die Restart-Szenarien:

 "Es ging um die ganzen Themen, um die es schon seit Wochen geht. Beim Thema Finanzen etwa: Ob es ein positives Ergebnis gibt in den Verhandlungen? Ja, da wurden Ergebnisse präsentiert, dass man auf einem sehr guten Weg ist, auf dem man jetzt zu einem Abschluss kommen wird. Zudem ging es um die medizinische Task Force, die jetzt ein Konzept präsentiert hat, was momentan beim Robert-Koch-Institut zur Prüfung vorliegt. Wenn das Konzept in Ordnung ist, ist es durchaus möglich, dass bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz dann das Go kommt. Es liegt nicht in der Entscheidung der Vereine, sondern der Politik, ob das alles gesellschaftsfähig ist und den Sicherheitsstandard entspricht, die momentan eine wichtige Rolle spielen." (Robert Palikuca)

FCN-Vorstand Rossow: "Das wäre anmaßend" 

Der Einsatz der DFL und ein möglicher Termin, wann der Ball wieder rollt: 

"Die DFL arbeitet weiterhin akribisch und mit außerordentlicher Sorgfalt daran, den Profifußball in Deutschland durch diese Krise zu manövrieren. Wir fühlen uns bestens repräsentiert und werden vorbereitet sein für einen Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Wann dieser stattfinden wird, liegt weder in der Hand der Vereine, noch der Deutschen Fußball-Liga - diese wichtige Entscheidung wird durch die Politik gefällt." (Niels Rossow

"Einen fixen Termin zu benennen, wäre anmaßend. Weil wir es nicht können, weil wir nicht die Kompetenz haben, weil es nicht unsere Aufgabe ist. Wir haben es nicht in der Hand, ob wir überhaupt spielen. Und wenn ja, wann." (Niels Rossow)

"Auf welchen Tag hinaus wir arbeiten, wüsste die Mannschaft auch gerne. Aber es schwer zu sagen. Es liegt ja nicht in unserer Hand. Das gute Gefühl ist, dass es irgendwie weitergeht, dass die Hoffnung da ist, dass es irgendwann weitergehen wird. Aber wir sollten jetzt nicht mit dem Thema Schnelligkeit um die Ecke kommen, sondern bodenständig bleiben und weiter daran arbeiten." (Robert Palikuca)

 

Die Vorgaben der medizinischen Task Force und mögliche Konsequenzen für den FCN: 

"Die meisten Sachen erfüllen wir. Man muss sich jetzt mit dem Papier erst einmal auseinandersetzen. Das sind schon einige Seiten. Es gibt in ihm einen Bereich für die Spieler, es gibt einen Bereich fürs Mannschaftstraining und auch, wie man sich privat benehmen soll. Ich glaube, viele Sachen erfüllen wir ohnehin schon und die meisten Mitbürger auch. Jetzt geht’s natürlich noch ein bisschen mehr ins Detail und ein paar Zusatzmaßnahmen auch hier auf Trainingsgelände müssen wir eventuell noch einige Sachen optimieren. Aber ich glaube, das kriegen wir hin." (Robert Palikuca)

FCN-Chef Grethlein: "In jeder Krise steckt eine Chance" 

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