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Endlich wieder ein Nürnberger für die Nürnberg Ice Tigers

Roman Kechter (16) steht schon gegen Straubing erstmals auf dem Eis - 10.01.2021 14:04 Uhr

Noch ein letzter Schluck - und ab geht es: Roman Kechter debütiert am Sonntag in der Deutschen Eishockey Liga.

02.01.2021 © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa


Von Moritz Elias heißt es, dass er zu den drei größten Talenten seines Jahrgangs gehört. Der 16-Jährige ist vertraglich an die Adler Mannheim gebunden, derzeit aber an die Ice Tigers ausgeliehen und spielt und trainiert also noch in Nürnberg. Das zweite Talent hat kürzlich seine ersten Tore in der österreichischen Profiliga geschossen, Julian Lutz ist an Red Bull Salzburg ausgeliehen, wird aber sicher in Zukunft vor allem für Red Bull München auflaufen. Und dann ist da noch Roman Kechter, aufgewachsen in Nürnberg, gebunden an den schwedischen Erstligisten Rögle BK und neuerdings ebenfalls für die Ice Tigers spielberechtigt.

Denn am Wochenende ging alles plötzlich doch noch ein bisschen schneller. Nachdem sich am Samstag Verteidiger Marcus Weber verletzt hatte, beschleunigte sich der bürokratische Prozess, den 16-Jährigen eine Spielgenehmigung zukommen zu lassen. Das Trikot mit seinem Namen war da längst bedruckt. Am Sonntagabend läuft Kechter gegen die Straubing Tigers erstmals mit der Nummer 73. Auf der Aufstellung ist er als Verteidiger vermerkt, Kechter aber ist ein technisch beschlagener Stürmer, der für Rögle U18-Mannschaft sieben Punkte in acht Spielen gesammelt hat.

Deutscher Meister mit dem EHC 80

"Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Roman hier in seiner Heimatstadt die ersten Erfahrungen im Profibereich ermöglichen und ihn bestmöglich bei seiner weiteren Entwicklung unterstützen können", ließ Sportdirektor André Dietzsch ausrichten. "Roman ist ein herausragendes Talent und eines der besten Beispiele dafür, dass wir uns im Nachwuchsbereich auf einem sehr guten Weg befinden, wohlwissend, dass noch einige Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur zu meistern sind."

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Ice Tigers gegen Tigers, das war Jahre lang eine klare Angelegenheit. In der vergangenen Saison hat sich das grundlegend geändert. Plötzlich stellte Straubing eine Spitzenmannschaft. Eine Pandemie später sind die Kräfteverhältnisse noch nicht so klar. Beide Teams sind eher verhalten in die Saison gestartet. Am Sonntag (19.30 Uhr/MagentaSport) entscheidet sich für beide, in welche Richtung es weitergeht.


Mit dem zweiten Satz erklärt Dietzsch indirekt, warum sich Kechter dafür entschieden hatte, seine Karriere im südschwedischen Ängelholm beim Rögle BK fortzusetzen. 2019 holte Kechter mit der U15 des EHC 80 Nürnberg überraschend die deutsche Meisterschaft. Nahezu alle Leistungsträger verließen im Sommer danach den Verein, weil ihnen der EHC keine Mannschaft in der ersten Division der DNL hatte bieten können. Dietzsch sprach damals aber davon, mit allen Spielern und deren Eltern über eine mögliche Rückkehr gesprochen zu haben. Kechter ist nun der erste Spieler, bei dem diese Möglichkeit Realität wurde, wenngleich der 16-Jährige in einem Jahr ohne Pandemie sicher in Schweden geblieben wäre.

Mit Torhüter Niklas Treutle hatten die Ice Tigers zuvor nur einen Nürnberger im Aufgebot.

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