Spionage, 387 Millionen Dollar teuer

Warum diese WM niemals in Katar hätte stattfinden dürfen - Grund 10

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

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30.11.2022, 05:55 Uhr
So hat alles angefangen. 

© Walter Bieri, dpa So hat alles angefangen. 

Sepp Blatter hat mittlerweile zugegeben, dass es „ein Irrtum“ war, die WM 2022 an das Emirat Katar zu vergeben, „eine schlechte Entscheidung“. Aber nachdem er im Dezember 2010 in seiner Funktion als Präsident des Weltverbands den Zettel mit der Aufschrift QATAR auf einem Umschlag gezogen hatte, da hatten zwar viele Journalisten und Funktionäre bereits mehr gewusst als Blatter - doch die Erkenntnis wurde durch einen fatalen Gedanken sabotiert. In zwölf Jahren werden sich doch noch ausreichend Argumente gegen diese Veranstaltung finden lassen. Konsequent wurde dieser Gedanke aber nur in Katar zu Ende gedacht.

Nach einer Recherche des SRF betrieb Katar ein Spionage-Netzwerk, das allein das Ziel hatte, dass das Emirat die WM aufgrund der massiven Kritik nicht wieder verliert. Fifa-Funktionäre wurden überwacht, dem SRF vorliegende Dokumente verraten den Namen der 387 Millionen Dollar teuren Kampagne: „Projekt Gnadenlos“. Ihre Geschichte liest sich wie ein Krimi, einer ohne Happyend.

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