Jens Keller und der Club: Der Weg an den Rand der Katastrophe

Tobi Lang
Tobi Lang

Online-Redakteur

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30.6.2020, 13:06 Uhr
Ein verlorenes Derby, Stippvisiten in der Nordkurve, Entsetzen: Die Club-Saison ist eine zum Vergessen. 

Ein verlorenes Derby, Stippvisiten in der Nordkurve, Entsetzen: Die Club-Saison ist eine zum Vergessen.  © Fotos: Zink, Montage: Nürnberger Nachrichten

Der Niedergang des 1. FC Nürnberg kam schleichend und auf Raten. Damir Canadi, der zu Beginn der Saison noch an der Seitenline des Club stand, sollte einen Aufstiegskandidaten formen. Sein Nachfolger Jens Keller dann nur noch verwalten und den Abstieg verhindern. Nach 34 Spieltagen und dem Ende einer verkorksten regulären Saison steht der Verein am Abgrund. Mit der Relegation droht der Absturz in die dritte Liga - und mit ihm die Probleme einer ungewissen Zukunft. Sportlich und finanziell. 

23 Punkte holte Jens Keller in 21 Spielen. Zu wenig, da sind sie sich einig beim 1. FC Nürnberg. 14 Punkte holte sein Vorgänger Canadi bei deutlich weniger Spielen. Die Bilanz der beiden Trainer unterscheidet sich kaum, die Punkte-pro-Spiel-Differenz liegt im Promillebereich. Zahlenspiele, gewiss, aber Rechnereien, die zeigen: Mit dem Wechsel an der Seitenlinie hat sich so gut wie nichts getan beim Club. 


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Bis zu dieser Erkenntnis aber vergingen 21 Spieltage mit Totalausfällen und Hoffnungsschimmern, ein verlorenes Derby und einem Pandemie-Stopp von acht Wochen. Der 1. FC Nürnberg muss "in die Ehrenrunde", wie Jens Keller es formuliert. In eben jene Verlängerung geht der Verein aber ohne seinen Trainer. 

Jetzt übernehmen mit Michael Wiesinger und Marek Mintal zwei altbekannte Gesichter erneut das Ruder beim Club - alles über das neue Duo lesen Sie hier! 

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