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Mehr Wucht beim FCN: Wird Schäffler bis Freitag fit?

Mit Knieproblemen war der Stürmer gegen Leipzig ausgefallen - 14.09.2020 05:54 Uhr

Ob Manuel Schäffler in Regensburg auf Torejagd gehen kann, ist noch nicht sicher.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Vor dem ersten Pflichtspiel des 1. FC Nürnberg unter Trainer Robert Klauß hatten viele mit Manuel Schäffler in der Startelf gerechnet. Doch statt dem Sturmzentrum besetzte der 1,89 Meter große Mittelstürmer, der im Sommer aus Wiesbaden gekommen war, nicht einmal die Nürnberger Auswechselbank. Ob Schäffler gegen überlegene Leipziger mehr hätte ausrichten können als die im Endeffekt eingesetzten Stürmer Pascal Köpke und Fabian Schleusener, ist zwar fraglich, auf einen Einsatz des 31-Jährigen beim Ligaauftakt in Regensburg (am Freitag um 18.30 Uhr, nordbayern.de im Live-Ticker) hofft Club-Coach Klauß dennoch. Und da ist er sicher nicht der Einzige.

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Okay. Leipzig war unlängst noch im Champions-League-Halbfinale. Der freilich schon vor Anpfiff als Außenseiter geltende Club lässt sich beim Pflichtspiel-Auftakt und mit Blick auf die noch kommenden Aufgaben dennoch viel Luft nach oben.


Schon beim Testspiel gegen Union Berlin war Schäffler nach seiner Einwechslung präsent und wäre gegen Spielende sogar vor dem gegnerischen Tor zur Stelle gewesen, hätte Felix Lohkemper den Ball in die Mitte gelegt statt selbst abzuschließen. Gegen Leipzig dagegen ließ das Nürnberger Offensivspiel vor allem in der ersten halben Stunde alles vermissen, was Offensivspiel eben so ausmacht. Der Club ließ sich kaum in der gegnerischen Hälfte blicken, geschweige denn vor dem Tor von Peter Gulacsi.

Zu wenig Offensivdrang

Nur einmal brachte Sarpreet Singh Schleusener mit einem tiefen Ball in eine erwähnenswerte Position, der Torabschluss war aber ungenau und überhastet und stellte keine Gefahr für das Leipziger Tor dar. Auch Klauß hätte sich etwas mehr erwartet: "Ich hätte es gern gesehen, dass wir gut ins Spiel gekommen wären, gleich die eine oder andere Situation selber gehabt hätten nach vorne." Dem Spiel hätte das gut getan - und sicher auch dem Gefühl, mit dem der Club in die Partie gegen Regensburg geht. Obwohl das Team von Julian Nagelsmann für den FCN sicher nicht der Maßstab ist, ließ die FCN-Offensive einige Fragen offen. Frank Linkesch vom Fußball-Fachmagazin kicker bezeichnete den Schäffler-losen Nürnberger Sturm gar als "laues Lüftchen".

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Auch Virgil Misidjan, der nach seinem Kreuzbandriss offenbar noch immer nicht ganz fit ist, wird dem FCN in der 2. Bundesliga zunächst nicht weiterhelfen können. Statt bei den Profis dabei zu sein, spielte der 27-Jährige mit Kevin Goden, Lukas Schleimer und Noel Knothe am Samstag bei der U21 gegen den SV Seligenporten. Beim 4:2-Sieg der Club-Amateure reichte es aber offenbar nicht einmal für eine Halbzeit, in der 31. Minute wurde der Niederländer bereits ausgewechselt. Offensiv überzeugte dagegen der gelernte Rechtsverteidiger Goden, der gleich zwei Tore erzielte.

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Gegen den Champions-League-Halbfinalisten aus Leipzig muss der Club das frühstmöglichste Pokal-Aus quittieren. Gegen die Nagelsmänner kommt die Klauß-Elf nie wirklich zum Zug und zieht mit 0:3 verdient den Kürzeren. Entsprechend reicht es bei den FCN-Akteuren maximal für die Zensur "ausreichend".


Umso wichtiger wäre es also, dass Schäffler am Freitag in Regensburg auflaufen und dem Club zu einem guten Saisonstart verhelfen kann. "Es ist aber schwer mit der Prognose aktuell", erklärt Trainer Klauß in der Pressekonferenz nach der Pokal-Partie. Zwar hatte er das Abschlusstraining am Freitag mitgemacht, im Anschluss aber Knieprobleme gehabt.

Dennoch ist ein Einsatz des Hünen beim Jahn durchaus im Bereich des Möglichen: "Es sieht jetzt nicht so schlimm aus, er hat einen Schlag die Woche drauf bekommen, da hat sich noch eine kleine Reizung gebildet", berichtet Klauß, "Wir schauen jetzt von Tag zu Tag."

Alicia Kohl Online-Redaktion

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