Trendsport

Outdoor-Sport als Trend: TV Fürth 1860 testet Fitness-Park

14.6.2021, 06:00 Uhr
Bankdrücken in der Sommersonne: Annette Raschdorf vom TV Fürth probiert hier gerade eines der Geräte.

Bankdrücken in der Sommersonne: Annette Raschdorf vom TV Fürth probiert hier gerade eines der Geräte. © Hans-Joachim Winckler, NN

Auf dem Gelände des TV Fürth ist an diesem sonnigen Nachmittag einiges los. Ein paar Läufer drehen ihre Runden um den großen Fußballplatz, im Hintergrund hört man immer wieder das Ploppen der Tennisbälle – und genau dazwischen können Läufer, Tennisspieler, aber auch alle anderen Sportler des Vereins derzeit ihre Kraft und Fitness trainieren. Die Firma Kübler Sport, mit der die 60er schon länger zusammenarbeiten, hat auf einer Grünfläche ein temporäres Fitnessstudio unter freiem Himmel eingerichtet.

Sechs Geräte für verschiedene Muskelgruppen stehen derzeit an der Coubertinstraße. Was es mit ihnen und dem gesamten Outdoor-Fitness-Park auf sich hat, das stellten der TV und das Unternehmen am Samstagnachmittag vor. Sport an der frischen Luft wird, nicht erst Corona, immer beliebter, durch die Pandemie hat sich der Trend noch weiter verstärkt. „Wir wollen Bewegung nach Draußen bringen“, sagt Matthias Gumbrecht, der früher selbst in der Jugend von Club und Kleeblatt sowie bei der SG Quelle gekickt hat und bei Kübler als Vertriebsleiter arbeitet.

Sein Unternehmen tourt ganzjährig mit mehreren mobilen Fitnessanlagen durch Deutschland, damit Vereine und ihre Mitglieder die neuen Geräte ein paar Wochen testen können – noch bis zum 22. Juni ist das Freiluft-Fitnessstudio im Rahmen einer "Roadshow" in Fürth zu Gast. Die Geräte mit verschiebbaren Gewichtsblöcken sind laut Gumbrecht einfach und intuitiv zu bedienen, sodass auch Menschen, die noch nie im Studio waren, einfach und sicher trainieren können.

Die erste Resonanz der Mitglieder ist laut TV gut, doch nicht nur deshalb kann sich der Verein eine solche Anlage auch dauerhaft vorstellen. In der „Vision 2025“ haben die Verantwortlichen die Umgestaltung des großen Vereinsgeländes geplant. In den nächsten Jahren sollen dort die Bagger rollen und zwischen 25 bis 30 Millionen Euro in ein Sportgelände der Zukunft investiert werden.

„Wir wollen dynamisch nach vorne denken“, sagt der 1. Vorsitzende Stefan Conrad – zu den derzeit noch 24 Abteilungen könnte perspektivisch beispielsweise eine Fitness-Abteilung hinzukommen. Andere große Sportvereine wie der Post SV Nürnberg haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht und bereits einiges in den Ausbau von Outdoor-Sportstätten investiert.

Auch für Kommunen interessant

Die Vereinswelt verändert sich, neue, moderne Konzepte sind gefragt – das wissen natürlich auch die Verantwortlichen beim TV. „Wir hatten im Januar und Februar 2020 eine steil ansteigende Kurve bei den Mitgliederzahlen“, erzählt Conrad. „Die wurde durch Corona dann abgeflacht.“ Insgesamt haben die 60er die Pandemie gut verkraftet,, im Juni sind beispielsweise 25 neue Mitglieder zu den knapp 3600 bestehenden hinzugekommen.

Doch nicht für Vereine ist das Thema Outdoor-Sport ein immer wichtigeres. Auch viele Kommunen investieren seit Jahren in Infrastruktur, um der Bevölkerung Training an der frischen Luft anzubieten. Der Bewegungspark an der Siebenbogenbrücke wird laut Julian Gutbrod, dem Leiter des Sportservice der Stadt Fürth, sehr gut angenommen. „Wir planen weitere niedrigschwellige Bewegungsangebote“, sagt er. Ein möglicher Standort dafür wäre laut Gutbrod der Südstadtpark.

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