Niederlage beim Drittligisten

0:1 in Würzburg: Kleeblatt verliert auch zweiten Test

14.7.2021, 19:04 Uhr
In der zweiten Hälfte bemühte sich Havard Nielsen im Fürther Angriff, ein Tor gelang dem Angreifer des Kleeblatts aber nicht.
 

In der zweiten Hälfte bemühte sich Havard Nielsen im Fürther Angriff, ein Tor gelang dem Angreifer des Kleeblatts aber nicht.   © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Als das Kleeblatt zum letzten Mal in Würzburg vorbeischaute, da dachte noch niemand an den Aufstieg. Am dritten Spieltag der vergangenen Saison taten sich die Fürther lange schwer, in der Nachspielzeit köpfe Maximilian Bauer noch das 2:2. In den Wochen danach eilte die Spielvereinigung von Sieg zu Sieg, während die Kickers mit jedem Spieltag mehr in den Abstiegskampf rutschten. Am Ende der Spielzeit trennten sich die Wege der beiden fränkischen Klubs - das Kleeblatt stieg auf, Würzburg ab.

Am Mittwochabend trafen sich beide Mannschaften trotzdem wieder. Diesmal zu einem Testspiel in der Vorbereitung auf die neue Saison. Die beginnt für die Kickers bereits am 24. Juli, während die Fürther erst am 7. August mit dem Pokalspiel ins Babelsberg starten. Während der 90 Minuten war dem Spiel des Kleeblatts anzumerken, dass es erst vor eineinhalb Wochen in die Vorbereitung gestartet ist. Nach der Niederlage zuletzt gegen den FC Bayern II verlor die Mannschaft von Stefan Leitl auch den zweiten Test mit 0:1.

Seguin auf der Sechs

Bereits beim Blick auf den Aufstellungsbogen zeigte sich, dass Leitl wieder einiges ausprobieren würde. In der Innenverteidigung spielte erneut Sechser Hans Nunoo Sarpei, Neuzugang Gideon Jung trainierte zusammen mit Robin Kehr und Elias Kratzer vor dem Anpfiff individuell. Da Anton Stach in dieser Woche mit der deutschen Olympia-Auswahl nach Japan geflogen ist, rückte Paul Seguin zurück auf die Sechs, davor durfte Jamie Leweling ein weiteres Mal auf seiner neuen Position in der Mittelfeldraute spielen.


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Das Spiel begann so, wie man es erwarten konnte. Die Würzburger standen hinten mit einer Fünferkette, mit jeder Minute hatten die Fürther länger den Ball. Immer wieder war dabei aber zu sehen, dass es noch an der Abstimmung hapert, gefährlich wurde das Kleeblatt in der ersten Hälfte nie wirklich. Luca Itter schob zwar immer wieder als linker Außenverteidiger an, auch mehr als noch vergangene Woche gegen die kleinen Bayern – an die offensive Dynamik von David Raum aber kam Itter noch nicht heran.

Offensiv harmlos

Nach 25 Minuten schlug Branimir Hrgota in aussichtsreicher Position ein Luftloch, knapp zehn Minuten später schoss Nils Seufert aus zentraler Position weit über das Tor. Auch die Würzburger Bemühungen waren nicht wirklich zwingend – bis zur 43. Minute. Die Fürther Defensive störte Robert Herrmann nicht beim Flanken, den Kopfball von Maximilian Breunig konnte Leon Schaffran noch abwehren, beim Nachschuss von Moritz Heinrich war der Fürther Torhüter aber machtlos.


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Zur Pause wechselte Leitl sechsmal, unter anderem rückte Abdourahmane Barry auf die Rechtsverteidigerposition, Simon Asta übernahm links. Max Christiansen spielte wieder als Sechser, Havard Nielsen nahm im Angriff den Platz von Hrgota ein. Doch auch mit neuem Personal blieb das Kleeblatt extrem ungefährlich, eine wirklich zwingende Torchance hatte das Kleeblatt in den zweiten 45 Minuten nicht – obwohl sich Nielsen im Angriff sehr bemühte. Auf der anderen Seite verpassten die Würzburger kurz vor Schluss sogar mehrmals noch das 2:0.

Fürth (1. Halbzeit) : Schaffran; Meyerhöfer; Sarpei, Barry, Itter – Seguin, Leweling, Seufert, Tillman – Hrgota, Abiama.

Fürth (2. Halbzeit) : Burchert; Barry; Sarpei, Bauer, Asta – Christiansen, Leweling, Green, Tillman – Nielsen, Abiama (61. Torlak).

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