Meyerhöfer fällt stark erkältet aus

Fünf Corona-Fälle in Fürth! Kleeblatt reist dezimiert zum SC Freiburg

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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29.10.2021, 14:11 Uhr
Weiter, immer weiter, auch wenn es schwerfällt: Fürths Trainer Stefan Leitl.

Weiter, immer weiter, auch wenn es schwerfällt: Fürths Trainer Stefan Leitl. © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink

Dass beim Kleeblatt in dieser Woche alles ein bisschen anders ist, merkte man schon am Dienstag. Da informierte der Verein darüber, dass die Mannschaft erst einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren werde. Offiziell, um sich voll und ganz auf das schwere Auswärtsspiel beim SC Freiburg zu fokussieren. Dann wurde die virtuelle Pressekonferenz vor der Abfahrt in den Schwarzwald zweimal verschoben - und als am Freitagmittag Trainer Stefan Leitl auf dem Bildschirm erschien, da saß neben ihm auch noch Geschäftsführer Rachid Azzouzi.

Das machte er zuletzt nur bei Vertragsverlängerungen, beispielsweise bei der von Julian Green vor mehr als einem Jahr. Was war also los? Leitl erzählte zunächst einmal von den Spielern, die zurzeit verletzt ausfallen. Innenverteidiger Justin Hoogma, der zuletzt mehrmals nicht im Aufgebot gestanden hatte, habe sich unter der Woche einen Teilriss des Innenbandes im linken Knie zugezogen, Rechtsverteidiger Marco Meyerhöfer könne aufgrund einer starken Erkältung nicht mit nach Freiburg reisen. Dann aber wurde klar, warum auch Azzouzi zur Pressekonferenz erschienen war.

Als sich die Mannschaft nach einem freien Tag am Dienstag wieder zusammenfand, um sich auf das Spiel beim SC vorzubereiten, sei ein Spieler, der zuvor über Symptome geklagt hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Im Zuge dieses Befundes haben wir die ganze Mannschaft testen lassen, was zu vier weiteren positiven Fällen führte", erzählte Leitl. Die erkrankten Spieler seien "alle in häuslicher Quarantäne und hätten seitdem "keinen Kontakt mehr mit der Mannschaft" gehabt. "Somit", sagte der Trainer, "reduziert sich die Anzahl der Spieler erheblich, die uns für das Spiel zur Verfügung stehen."

Am Freitag wurden die gesunden Spieler sowie Betreuer und Trainer noch einmal PCR-getestet, "alle weiteren Personen waren negativ", so Leitl. Welche Spieler genau erkrankt sind, wollten die Verantwortlichen zunächst nicht bekanntgeben, beim Blick auf die Aufstellung am Samstag (15.30 Uhr/Sky) aber wird sich einiges klären. Sie alle hätten nur "leichte Symptome", einer sogar "fast gar keine", erzählte Azzouzi.

Wie genau es zu den fünf Coronafällen kommen konnte, ist bislang noch unklar. "Wir bewegen uns in der Gruppe und halten alle Regeln ein", sagte der Geschäftsführer. "Natürlich essen wir aber mal zusammen und sitzen dann gemeinsam am Tisch." Im Verein sei man "nahezu durchgeimpft", betonte Azzouzi, er werde aber "nicht darauf eingehen", ob die positiv getesteten Spieler "geimpft sind oder nicht".

Nach dem derzeit geltenden Hygienekonzept der DFL müssen geimpfte Spieler nicht mehr regelmäßig getestet werden. Einen Rückschluss darauf, dass der erste positive Befund von einem ungeimpften Spieler stammt, sei aber nicht so einfach möglich, heißt es vom Verein. Überhaupt wollten sich Leitl und Azzouzi nicht länger mit der Corona-Problematik aufhalten - auch wenn diese großen Einfluss auf das Spiel haben wird. "Wir werden 15 Spieler im Kader haben, die definitiv in der Lage sind, in Freiburg ein gutes Spiel zu machen", sagte Leitl.

Er werde eine "schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen" und erwarte von dieser, dass sie "nicht über 45, sondern über 90 Minuten" guten Fußball spiele. "Dann", so Leitl, "ist auch in Freiburg etwas möglich."

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