Nach Niederlage gegen Lauterhofen

Unruhe in Greding: Trainer Gmelch tritt zurück

1.10.2021, 14:35 Uhr
An Geschlossenheit hat es zuletzt beim TSV Greding gemangelt.

An Geschlossenheit hat es zuletzt beim TSV Greding gemangelt.

Eigentlich hat der TSV Greding keine Probleme mit seinen Übungsleitern, und das seit über drei Jahrzehnten. Nur einmal in der Saison 2007/2008 beendete Sigi Kobras nach drei Jahren sein Engagement früh. Bereits die Spielzeit 2019/2021 war den Gredingern nicht gerade wohl gesonnen, als Jürgen Schmid von Freystadt nach Greding wechselte und die Pandemie Spuren im Amateurfußball hinterließ.

Zum letzten Jahreswechsel nahm Schmid ein attraktives Angebot des derzeitigen Bayernligisten ASV Neumarkt an Fast zur gleichen Zeitt wurde Wolfgang Gmelch für 21/22 verpflichtet. Bereits nach elf Spieltagen teilte er am letzten Sonntag nach dem 0:1 gegen Lauterhofen auf dem Platz mit, dass er vom Amt des Trainers mit sofortiger Wirkung zurücktreten werde.

"Der Rücktritt ist nicht etwa aufgrund des Tabellenplatzes erfolgt, sondern hat mannschaftsinterne Gründe. Außerdem bin ich nicht der Typ, der einfach hinwirft. Wenn aber drei oder vier Akteure dagegenarbeiten und einen nicht mehr respektieren, dann wird es schon schwierig. Mein Trainerteam ist immer auf die Wünsche der Spieler eingegangen und ich habe viele Einzelgespräche geführt. Die hohen Niederlagen in Unterreichenbach und Eyb kommen nicht von ungefähr, wenn ein paar glauben, dass sie völlig unmotiviert und nicht anwesend auf dem Platz stehen. Ich kann sie aber nicht rauswerfen, da wir schon genug Personalprobleme haben. Da ist es doch nur vernünftig, wenn ich gehe, obwohl mir das nahegeht", so Gmelch.

"Mir gefällt das Spielsystem nicht"

Etwas anderer Ansicht ist jedoch Abteilungsleiter Wolfgang Mendl, der den Sachverhalt wie folgt einordnet. "Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft einfach nicht fit genug ist, besonders in der zweiten Hälfte immer in der Leistung abfällt. Mir gefällt auch das Spielsystem nicht, alle laufen kreuz und quer auf dem Rasen herum. So werden wir nichts mehr erreichen. Ich war am Sonntag mit den Spielern alleine in der Kabine und habe ihnen gesagt dass wir uns vor keiner Mannschaft der Liga verstecken müssen. Das erreichen wir nur, wenn die Jungs zufrieden sind und befreit aufspielen können. Das war meiner Meinung nach zuletzt nicht mehr der Fall", schildert Mendl die Situation.

Doch wie geht es weiter? Als fast unwahrschenlich gilt, dass mitten in der Saison ein geeigneter Coach frei zur Verfügung steht. Das Training leiten vorerst der zweite Übungsleiter Patrick Grabmann und der Spieler Christoph Biederman, der die Gedinger bereits gecoacht hat .Beide sind auch die Verantwortlichen im Heimspiel gegen den SC Aufkirchen morgen. "Das könnte auch eine Lösung bis zur Winterpause werden. Oberflächliche Gespräche mit anderen Personen wurden zwar geführt, es ist aber noch nichts spruchreif", sagt Mendl.

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