Wie ernst steht es um die Nürnberg Falcons?

17.2.2021, 06:00 Uhr
Im Stress nur noch ein Schatten ihrer selbst: Marcel Pongó und die Falcons. 
 

Im Stress nur noch ein Schatten ihrer selbst: Marcel Pongó und die Falcons.    © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN

Ist Nürnberg eine Stadt der Absteiger? Club, Ice Tigers und Falcons machen derzeit keine Werbung für die Frankenmetropole. Warum eigentlich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen, hier zu den Nürnberg Falcons:

Wie ernst steht es um die Falcons?

Ernst, seit Montagabend aber nicht mehr ganz so ernst (siehe "Gibt es noch Hoffnung?"). Zehn Niederlagen in Folge gab es in der stets so wechselhaften Geschichte des Nürnberger Basketballs schon länger nicht mehr. Selbst in der am Ende sehr missratenen Saison 2015/16 war der Erfolg kein solch seltener Gast wie in dieser Spielzeit. Bis auf den letzten Tabellenplatz der zweiten Liga sind die Falcons abgestürzt – nach einem ordentlichen Saisonstart und einer Vollbremsung durch das Coronavirus, das die gesamte Mannschaft wochenlang lahmlegte.

Warum sind die Falcons so schlecht?

Seitdem das Hagener Gesundheitsamt im November den dortigen Basketball-Zweitligisten auf die Falcons losgelassen hat, ist die Mannschaft von Ralph Junge nicht wiederzuerkennen. Gliederschmerzen, Ohnmachtsanfälle, Herzrasen, Kurzatmigkeit haben aus einem gut einspielten Team eine Mannschaft gemacht, wie man sie höchstens vom Beginn der Sommervorbereitung kennt: kopflos, unaustrainiert, ohne Rhythmus.

Durch die vielen Nachholtermine macht sich die mangelnde Fitness noch mehr bemerkbar, Spieler wie Jackson Kent oder Marcell Pongó – beide vor zwei Jahren noch gefeierte Aufstiegshelden – sind ein Schatten ihrer selbst, die beiden Neuzugänge Tra Holder und Mario Kegler haben ihre Klasse zwar schon angedeutet, wirken aber noch nicht integriert, und auch Junge macht im Moment nicht den Eindruck, als hätte er auf diese Vielzahl von Herausforderungen genügend Antworten.


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Gibt es noch Hoffnung?

Ja. Am Montag haben sich die Mitglieder der Pro A und Pro B dafür ausgesprochen, eine weitere Saison auf Absteiger zu verzichten. Sportlich haben die Falcons also nichts mehr zu befürchten – und damit auch keinen allzu großen Druck mehr, sie können befreit aufspielen. Und beweisen, dass die "Kartoffeltruppe" besser ist als ihr derzeitiger Ruf. Im besten Fall gelingt Nürnbergs Basketballern dann im kommenden Herbst ein echter Neustart in der Arena am Tillypark.

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