Gute Zahlen trotz Rohstoffmangel und Lieferengpass

Rekordjahr für Puma: Umsätze stiegen um rund 32 Prozent

MOTIV: Melanie Kunze, Portrait; Mitarbeiterportrait, Kommentarportrait, - Auswahl..FOTO: Günter Distler, gesp. 2014.
Melanie Kunze

Politik und Wirtschaft

E-Mail zur Autorenseite

23.2.2022, 11:08 Uhr
Puma hat 2021 ein Rekordjahr hingelegt. Der Umsatz stieg um rund 32 Prozent. 

© Daniel Karmann/dpa Puma hat 2021 ein Rekordjahr hingelegt. Der Umsatz stieg um rund 32 Prozent. 

Der Umsatz wuchs um 32 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen verbessert sich auf 557 Millionen Euro (2020: 209 Millionen Euro). Man sei sehr stolz auf die Ergebnisse, so Vorstandschef Bjorn Gulden. „Verglichen mit dem Niveau vor der Pandemie im Jahr 2019 sind unsere Umsätze sogar um 30 Prozent gestiegen.“ Konkurrent Adidas hatte zuletzt mit einem Umsatzplus von rund 18 Prozent gerechnet.

Zufrieden ist der Puma-Chef vor allem mit dem Geschäft in Europa und in Amerika. Im hart umkämpften US-Markt, der von Nike dominiert wird, hat Puma mittlerweile einen Marktanteil von drei Prozent. Der Umsatz stieg in Amerika um rund 50 Prozent, in Europa verzeichnete Puma ein Umsatzplus von rund 28 Prozent. Die Geschäfte in Asien entwickelten sich hingegen nicht wie erhofft. Dort wuchs der Umsatz um rund zehn Prozent. Kritik an den Menschenrechten in China hatte zu einem Boykottaufruf gegen westliche Marken geführt. Außerdem wirkte sich die restriktive Corona-Politik auf die Umsatzentwicklung aus.

Unterm Strich wird sich das Wachstum in diesem Jahr fortsetzen, allerdings werden die Zuwächse nicht mehr ganz so stark ausfallen. Die Einschränkungen in der Lieferkette, die Containerknappheit, die Überlastung der internationalen Häfen sowie gestiegene Rohstoffkosten dürften sich auf die Profitabilität auswirken.

„Zu Beginn des Jahres 2022 beeinträchtigt Covid-19 leider immer noch unsere Lieferkette, der Inflationsdruck wirkt sich negativ auf unsere Kosten und operativen Margen aus und die geopolitische Lage bleibt sehr angespannt“, prognostiziert Bjorn Gulden, der seit 2013 die Geschäfte bei Puma führt. Daher müssen Konsumenten mit höheren Preisen rechnen.

Verwandte Themen


1 Kommentar