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Zweckverband für Stadt-Umland-Bahn kann starten

Kreis überträgt Herzogenaurach Verantwortung für StUB auf Stadtgebiet - 21.07.2015 06:00 Uhr

Die Stadt-Umland-Bahn in Kassel zieht längst schon ihre Bahnen. Jetzt übertrug der Kreis der Stadt Herzogenaurach die Verantwortung für die geplante Stadt-Umland-Bahn auf dem Stadtgebiet von Herzogenaurach. © Peter Millian


Damit entspricht das Kreisgremium dem Wunsch der Stadt Herzogenaurach. Diese hatte nach Ablehnung der T-Lösung (Nürnberg-Erlangen, Erlangen-Herzogenaurach und Erlangen Uttenreuth) durch den Bürgerentscheid im Landkreis beantragt, die Aufgabe für die StUB auf dem Stadtgebiet Herzogenaurach für eine L-Lösung (Nürnberg-Erlangen, Erlangen–Herzogenaurach) zu bekommen.

Die Übertragung dieser Aufgabe ist nicht willkürlich, sondern im Bayerischen ÖPNV-Gesetz festgeschrieben. Im Paragrafen 9 Absatz 1 heißt es dort: „Die Landkreise haben den kreisangehörigen Gemeinden oder deren Zusammenschlüssen durch Verordnung einzelne Aufgaben des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs auf deren Verlangen zu übertragen, wenn die Nahverkehrsbeziehungen im Wesentlichen auf das Gebiet einer Gemeinde oder eines Zusammenschlusses von Gemeinden beschränkt ist.“

Das hat nun zur Folge, dass die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach gemeinsam den Zweckverband StUB gründen können. Aufgabe des Zweckverbands ist es, die planerischen Voraussetzungen für den Bau einer Stadt-Umland-Bahn zu schaffen.

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Alles, was Sie über die StUB wissen müssen

Die StUB ist das wohl meistdiskutierte Großprojekt in der Metropolregion, und das schon seit Jahren. Doch worum wird eigentlich so sehr gestritten? Wohin soll die StUB einmal fahren, wer bezahlt das Vorhaben - und was wären die Alternativen? Unsere Bildergalerie hat die Antworten.


Außerdem soll der Zweckverband dazu dienen, die Kosten für die StUB genauer als bisher zu ermitteln. Erst wenn diese Bedingungen hergestellt sind, soll über den tatsächlichen Bau der Stadt-Umland-Bahn entschieden werden. So sieht es der Satzungsentwurf für den Zweckverband vor.

Kaum ein Thema hat in jüngerer Vergangenheit die Menschen in Stadt und Landkreis so stark auseinander dividiert wie die StUB.

Während die Gegner — im Landkreis vor allem FDP und FW — in erster Linie die hohen Kosten anprangern, argumentieren die Befürworter, dass der schienengebundene ÖPNV attraktiver sei und mehr Menschen dazu bringe, den ÖPNV zu nutzen.

Vor allem die Grünen im Kreisausschuss äußerten die Hoffnung, dass die Umsetzung der „kleinen“ StUB-Lösung so positiv wirkt, dass mittelfristig doch noch weitere Schienenstränge folgen werden. Das freilich wird noch dauern. Selbst der Bau der L-Lösung wird zunächst einmal drei bis vier Jahre Planungszeit in Anspruch nehmen. 

Dieter Köchel

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