Offener Brief an Merkel: Unbeschränkt Veranstaltungen ab September?

13.4.2021, 17:13 Uhr
So soll es bald wieder aussehen: Feiernde Zuschauer beim Feuertanz Festival 2019.

So soll es bald wieder aussehen: Feiernde Zuschauer beim Feuertanz Festival 2019. © Detlef Gsänger

Schon mehrmals, betont das Forum Veranstaltungswirtschaft, habe die Bundeskanzlerin versprochen, dass bis zum 21. September 2021 allen Bundesbürgern ein Impfangebot gemacht werden solle.

Für die Unterzeichner des Offenen Briefes an Merkel - unter anderem Axel Ballreich vom Concertbüro Franken - ist die logische Konsequenz, dass ab dann auch Veranstaltungen wieder uneingeschränkt stattfinden können sollten.

Veranstalter vor der Pleite

Zum Teil hätten die Verantwortlichen ihre Veranstaltungen seit März 2020 schon zum dritten Mal verlegen müssen. Wenn diese auch im Herbst weiter abgesagt oder unter Abstandsregeln mit stark reduziertem Publikum durchgeführt werden müssten, würden viele Unternehmen dies wirtschaftlich nicht überleben.

Daher schlägt das Forum nun vor, dass Veranstaltungsstätten ab Mitte September auch zu 100 Prozent genutzt werden könnten, wenn die Zuschauer eine Corona-Impfung nachweisen können.

Mit einem ähnlichen Vorstoß hatte der Ticketanbieter CTS Eventim bereits im Februar für harsche Kritik gesorgt. Das Forum Veranstaltungswirtschaft will aber als Alternative Schnelltests nutzen, um auch Ungeimpften Zugang zu schaffen.


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Ein entsprechendes Hygienekonzept mit Antigen-Tests vor jedem Einlass habe man bereits vor Wochen an die Regierung geschickt. Mit diesem, glaubt das Forum, "könnten Veranstalter:innen auch einen wertvollen Beitrag zur Nachverfolgung von Infektionen leisten."

Für viele große Veranstaltungen im Sommer käme der Vorschlag zu spät. Vom Bardentreffen über die Erlanger Seekonzerte bis zu Rock im Park wurden bereits viele Open Air Veranstaltungen auf 2022 verschoben. Auch das Concertbüro Franken hat schon zahlreiche Veranstaltungen abgesagt.

Staatliche Hilfen nicht ausreichend

Das Forum Veranstaltungswirtschaft hofft aber dennoch, eine klare Perspektive und Planungssicherheit von der Regierung zu bekommen. Dies sei besonders wichtig, da angekündigte Maßnahmen wie Ausfallsfonds und Wirtschaftlichkeitsbonus nicht ausreichend helfen würden.