Garten-Tipps

Der Frühling ist da: Darauf müssen Gärtner jetzt achten

26.3.2022, 14:45 Uhr
Ulrike Auth (links) und Irmgard Döllgast sind bereit für die Hochphase des Pflanzens. Einiges kann man auch jetzt schon im Garten tun.

© Foto: Claudia Lehner Ulrike Auth (links) und Irmgard Döllgast sind bereit für die Hochphase des Pflanzens. Einiges kann man auch jetzt schon im Garten tun.

Während der Corona-Zeit haben viele ihre Liebe zum Garten oder zu Pflanzen auf dem Balkon entdeckt. Beim aktuell frühlingshaften Wetter juckt es wieder in den Fingern, mit der Gartenarbeit los zulegen. Doch noch ist in einigen Bereichen ein wenig Geduld angesagt. Weiterhin drohen kalte Nächte und Frost steht noch bevor.

So manches kann man aber schon im Garten tun: "Für den Rosenschnitt ist jetzt die richtige Zeit", erklärt Richard Krämer, Kreisfachberater für Gartenbau. Stauden zu pflanzen, wäre jetzt schon möglich. Tomaten, Paprika, Zucchini oder Gurken zum Beispiel sollte man aber jetzt noch nicht draußen kultivieren, sondern bis nach den Eisheiligen warten. "Denen ist es zu kalt."

Im Garten von Ulrike Auth in Oberntief blüht es prächtig: Vor einem kleinen Fachwerkhaus stehen bunte Tulpen, auch die Kaiserkronen erstrahlen in leuchtendem Gelb unweit des Kirschbaums mit seinen weißen Blüten. Zwiebelpflanzen wie Narzissen oder Tulpen könnten auch kalte Temperaturen gut aushalten. Die Osterglocken seien sogar schon wieder verblüht.

Jetzt sei dafür die Zeit, Wildkräuter zu ernten, erklärt Auth. Giersch zum Beispiel. Löwenzahn, bis er blüht. Auch beim Bärlauch steht die Erntezeit bevor. Nachschneiden sei auch wichtig, beispielsweise bei Schnittlauch oder Liebstöckel, damit er nachwachsen könne. Man solle seine Pflanzen kontrollieren. Was abgestorben ist, wird entfernt.

Die Beete sollte man eigentlich schon vorbereitet haben, sagt Auth, wenn nicht, dann jetzt auf jeden Fall. Radieschen und Möhren könne man schon säen, sind sich die beiden Nachbarinnen einig. "Wenn man sie zudeckt", erklärt Döllgast, mit Vlies am besten. Das lasse Regen durch, wie Auth ergänzt. Sie deutet mit der Hand den Wuchs an und sagt: "Wenn die gelben Rüben so hoch sind, dann hebt sich das Vlies."

Anpflanzen im Frühbeet

Eine andere Möglichkeit ist ein Frühbeet. In einem solchen hat Irmgard Döllgast Kohlrabi und Salat angepflanzt. Über das mit Stein eingefasste Beet wird ein Holzrahmen mit Folie gelegt. Ein Frühbeet mache aber schon Arbeit, sagt Auth. Wenn es in der Nacht kalt wird, müsse man es zum Beispiel abdecken. Erdbeeren sind winterhart und bleiben im Garten. Gießen und düngen sei jetzt angesagt. Düngen eigentlich ganz generell. "Hornspäne sind gut", sagt Döllgast. Kaffeesatz eigne sich auch nicht schlecht, bestätigt Auth auf Nachfrage.

Wer nur auf dem Balkon seinen Grünen Daumen einsetzt, der kann manches nun schon nach draußen stellen, muss aber laut Krämer auf den Wetterbericht achten. Wenn sich Frost ankündigt, dann muss der Blumentopf für die Nacht in die Wohnung gebracht oder abgedeckt werden. Thymian oder Lavendel, halbstrauchartige Pflanzen, halten Kälte besser aus.

Es kommt auf die Pflanzen an: "Gurken erfrieren schon bei vier Grad plus", weiß Auth. Geranien müsse man reinholen oder abdecken, Stiefmütterchen hingegen mache die Kälte wenig aus. Tagetes sind laut Döllgast "sehr empfindlich", Oleander nicht. "Alles, was feine Blätter hat, soll man noch nicht rausstellen", fasst Auth zusammen.

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