Von Wassertrüdingen bis zum Walberla: Die Highlights unserer Wanderreporter

11.9.2019, 05:55 Uhr
Er läutete die diesjährige Wander-Ära ein: Micha Schneider wechselt sonst als Springer die Redaktionen. Als Wanderer wechselte er von Wassertrüdingen nach Schillingsfürst.
1 / 20
Micha Schneider

Er läutete die diesjährige Wander-Ära ein: Micha Schneider wechselt sonst als Springer die Redaktionen. Als Wanderer wechselte er von Wassertrüdingen nach Schillingsfürst. © Foto: Micha Schneider

Einer Stechmücke konnte ich noch nie etwas abgewinnen. In meinem Zimmer im Landgasthof zum Roten Ochsen in Gerolfingen war das in dieser Nacht nicht anders. Doch ohne das penetrante Summen hätte ich das leise Muhen einer Kuh wohl nie gehört und Ernst und Fritz nie kennengelernt.
 Zwei alteingesessene Landwirte, die ich am nächsten Morgen vor dem Kuhstall ums Eck antraf und die mir – als sie hörten, dass ich Journalist bin – auf ihre ganz eigene fränkisch-sympathische Art so richtig die Leviten lasen. Landwirte, da waren sich beide nämlich einig, kommen in den Medien zu schlecht weg. Beide hatten aber schnell ein Einsehen mit mir, gaben mir am Ende sogar eine Führung durch ihren Stall. Wieder mal eine dieser ungeplanten, netten Begegnungen. Danke, liebe Stechmücke.
2 / 20
Micha Schneiders Highlight

Einer Stechmücke konnte ich noch nie etwas abgewinnen. In meinem Zimmer im Landgasthof zum Roten Ochsen in Gerolfingen war das in dieser Nacht nicht anders. Doch ohne das penetrante Summen hätte ich das leise Muhen einer Kuh wohl nie gehört und Ernst und Fritz nie kennengelernt. Zwei alteingesessene Landwirte, die ich am nächsten Morgen vor dem Kuhstall ums Eck antraf und die mir – als sie hörten, dass ich Journalist bin – auf ihre ganz eigene fränkisch-sympathische Art so richtig die Leviten lasen. Landwirte, da waren sich beide nämlich einig, kommen in den Medien zu schlecht weg. Beide hatten aber schnell ein Einsehen mit mir, gaben mir am Ende sogar eine Führung durch ihren Stall. Wieder mal eine dieser ungeplanten, netten Begegnungen. Danke, liebe Stechmücke. © Foto: Micha Schneider

Bereits zum zweiten Mal auf Wandermission unterwegs: Matthias Kronau ist Redakteur in Herzogenaurach. Beim Wandern lerne er das Gebiet zwischen Dürrwangen und Schillingsfürst kennen.
3 / 20
Matthias Kronau

Bereits zum zweiten Mal auf Wandermission unterwegs: Matthias Kronau ist Redakteur in Herzogenaurach. Beim Wandern lerne er das Gebiet zwischen Dürrwangen und Schillingsfürst kennen. © Foto: Matthias Kronau

Mein Wandertag ist schon
4 / 20
Highlight Matthias Kronau

Mein Wandertag ist schon "gelaufen", da lädt mich der Dombühler Bürgermeister Jürgen Geier noch ins Naturbad der Gemeinde ein. Nicht nur bin ich beeindruckt von der biologischen Klärung des Wassers und der schönen Anlage. Als wir abends noch am Bad-Kiosk zusammensitzen und sich freundliche Menschen dazugesellen, erfahre ich einiges über den Ort, der nun fest auf meiner inneren Landkarte verzeichnet ist. Denn: Hier kann man nicht nur schön baden, sondern Dombühl ist ein prima Ausgangspunkt für Touren auf die Frankenhöhe. Dombühl ist Endhaltepunkt der S 4. Und, so versichern mir die Dombühler, es gibt von hier gute Busverbindungen nach Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Rothenburg, Schillingsfürst. Man wird mich nun öfters auf der Frankenhöhe sehen. © Foto: Matthias Kronau

Man kannte ihn als NN-Sportchef, jetzt kennt man ihn zusätzlich als Wander-Ikone: Hans Böller legte die Strecke von Schillingsfürst nach Steinsfest zurück.
5 / 20
Hans Böller

Man kannte ihn als NN-Sportchef, jetzt kennt man ihn zusätzlich als Wander-Ikone: Hans Böller legte die Strecke von Schillingsfürst nach Steinsfest zurück. © Roland Fengler

Vor Blitz und Donner in ein Kirchlein zu flüchten, kann eine gute Idee sein.
6 / 20
Highlight Hans Böller

Vor Blitz und Donner in ein Kirchlein zu flüchten, kann eine gute Idee sein. "Jetzt bin ich schon so alt – und fürcht’ mich immer noch vor Gewittern", sagt die Frau auf der Kirchenbank: "Dann geh’ ich immer zu meinem Herrgott." Es ist ein Moment der Rührung und der Sehnsucht. Kann man unterwegs auch Gottvertrauen finden? Wer sich die Welt ansieht, in der Ferne und der Heimat, ist nicht allein – auch nicht auf der Suche nach dem, was die einen Gott nennen, die anderen Glück oder Zufriedenheit. Wie viele Wege wohl dahin führen? So viele, wie es Menschen gibt. Das hat der Papst Benedikt einmal gesagt. In Rothenburg, dort zu Besuch bei Walter Pester, in jenem Zimmer zu stehen, das sein Nachfolger Franziskus als junger Priester bewohnte, war noch ein Moment der Rührung. © Hans Böller

NN-Redakteur Hans-Peter Kastenhuber übernahm das Wanderzepter in Steinsfeld über brachte es sicher und erfolgreich bis nach Trautskirchen.
7 / 20
Hans-Peter Kastenhuber

NN-Redakteur Hans-Peter Kastenhuber übernahm das Wanderzepter in Steinsfeld über brachte es sicher und erfolgreich bis nach Trautskirchen. © Foto: Hans-Peter Kastenhuber

Die besten Begegnungen sind die ungeplanten, spontanen.
8 / 20
Highlight Hans-Peter Kastenhuber

Die besten Begegnungen sind die ungeplanten, spontanen. "Heinlein, Deutschland. Der Adler ist gelandet." Der Mann, der mich in Ickelheim auf der Dorfstraße abpasst, spricht Seltsames in sein Handy. Drei Minuten später ist sein Kumpel Werner Dommel vor Ort. Ihm hat die geheimnisvolle Code-Meldung gegolten. "Kennst mich noch?", fragt er mich – wir sitzen inzwischen im Wirtshaus Hermann Heinleins. Es dauert, bis eine vage Erinnerung an das Gesicht des Gegenübers aufkommt. Dommel hilft mir auf die Sprünge. Er stammt – wie ich – aus Gunzenhausen. Ein paar Jahrzehnte ist es her, dass man sich flüchtig kannte. Es folgt ein netter Plausch. Wirt Heinlein (li.) beklagt, dass die Leute das Dorfwirtshaus nicht mehr wertschätzen. Dann fliegt der Adler weiter. © Foto: Hans-Peter Kastenhuber

Solide im Mittelfeld: Anne Kleinmann absolviert derzeit ihr erstes Jahr als Volontärin bei den NN. Sie marschierte von Trautskirchen nach Zautendorf.
9 / 20
Anne Kleinmann

Solide im Mittelfeld: Anne Kleinmann absolviert derzeit ihr erstes Jahr als Volontärin bei den NN. Sie marschierte von Trautskirchen nach Zautendorf. © Foto: Anne Kleinmann

In einem kleinen Holzhaus, inmitten von Kisten voller Kirschen und Erdbeeren, sitzt Hans Arold und liest. Der Autolärm auf der dicht befahrenen Straße nur wenige Meter neben ihm stört ihn offenbar nicht. Mich bemerkt er zunächst auch nicht, so versunken ist er in seine Lektüre. In den Sommermonaten kommt der 86-Jährige jeden Tag hierher, sogar am Sonntag, und verkauft sein Obst. Manches davon baut er selbst an. Chemie nutzt er dafür nicht, erzählt er mir, denn
10 / 20
Highlight Anne Kleinmann

In einem kleinen Holzhaus, inmitten von Kisten voller Kirschen und Erdbeeren, sitzt Hans Arold und liest. Der Autolärm auf der dicht befahrenen Straße nur wenige Meter neben ihm stört ihn offenbar nicht. Mich bemerkt er zunächst auch nicht, so versunken ist er in seine Lektüre. In den Sommermonaten kommt der 86-Jährige jeden Tag hierher, sogar am Sonntag, und verkauft sein Obst. Manches davon baut er selbst an. Chemie nutzt er dafür nicht, erzählt er mir, denn "wenn man ein Mal mit dem Dünger kommt, ist die Natur für zehn Jahre kaputt". Von der Kunst des Obstanbaus entspinnt sich ein Gespräch über alte Erlebnisse, Familie und das Leben überhaupt – eine Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde. Annes Wanderreporter-Bilanz finden Sie hier. © Foto: Anne Kleinmann

Auch sie ist noch nicht ganz so lange bei den NN: Volontärin Isabel-Marie Köppel sorgte für eine Wander-Premiere. Sie startete in Zautendorf und lief in Buchenbühl ins Ziel - also direkt in Nürnberg.
11 / 20
Isabel-Marie Köppel

Auch sie ist noch nicht ganz so lange bei den NN: Volontärin Isabel-Marie Köppel sorgte für eine Wander-Premiere. Sie startete in Zautendorf und lief in Buchenbühl ins Ziel - also direkt in Nürnberg. © Foto: Isabel-Marie Köppel

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So abgedroschen es klingt – es ist wahr. Der erste Tag als Wanderreporterin ist einfach besonders. Hibbelig stehe ich am Ablösepunkt in Zautendorf. Eine ältere Frau, die vorbei läuft, weiß sofort, wer ich bin – eine Wanderreporterin. Sie freut sich, mich zu sehen und erzählt mir gleich von ihrer Familie. Erleichtert über den ersten Kontakt stiefele ich los. Ein paar hundert Meter weiter ruft mir Eva Neubeck hinterher:
12 / 20
Highlight Isabel-Marie Köppel

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So abgedroschen es klingt – es ist wahr. Der erste Tag als Wanderreporterin ist einfach besonders. Hibbelig stehe ich am Ablösepunkt in Zautendorf. Eine ältere Frau, die vorbei läuft, weiß sofort, wer ich bin – eine Wanderreporterin. Sie freut sich, mich zu sehen und erzählt mir gleich von ihrer Familie. Erleichtert über den ersten Kontakt stiefele ich los. Ein paar hundert Meter weiter ruft mir Eva Neubeck hinterher: "Ich habe schon die ganze Zeit auf Sie gewartet!" Sie lädt mich an den Frühstückstisch ein, wo ihr Mann Michael bereits sitzt. Der zwölfjährige Murphy erinnert mich sehr an den Familienhund meines Freundes. Ich fühlte mich sofort wohl. Die beiden Begegnungen prägen meinen Start und somit mich als Wanderreporterin. © Foto: Isabel-Marie Köppel

Viel Wald, viele Kilometer: Die Online-Volontärin von nordbayern.de, Marina Hochholzner, legte die Strecke von Buchenbühl bis nach Kleedorf zurück.
13 / 20
Marina Hochholzner

Viel Wald, viele Kilometer: Die Online-Volontärin von nordbayern.de, Marina Hochholzner, legte die Strecke von Buchenbühl bis nach Kleedorf zurück. © Foto: Marina Hochholzner

Während ich tapfer Schritt vor Schritt setze, den Duft des Waldes einatme und hin und wieder ärgerlich nach einer aufdringlichen Mücke schlage, frage ich mich, was da falsch gelaufen ist. Vor mir sehe ich meine Wander-Vorgänger, wie sie alle fröhlich und stolz mit Spaziergängern und Anwohnern auf Fotos posieren. Wie sie in Wirtschaften einkehren und süßen Tieren begegnen. Und ich? Ich wandere durch den Wald, kilometerweit, ohne jemandem zu begegnen. Allein. Zum Glück sind da die Pilze, zahlreich, in unterschiedlichen Farben und Formen. Sie werden mir die treusten Begleiter auf meiner Wanderung. Danke, liebe Pilze, es war nett von euch, mir für Fotos parat zu stehen, euch meine Beschwerde auf der Strecke anzuhören und still und leise über mich zu wachen.
14 / 20
Highlight Marina Hochholzner

Während ich tapfer Schritt vor Schritt setze, den Duft des Waldes einatme und hin und wieder ärgerlich nach einer aufdringlichen Mücke schlage, frage ich mich, was da falsch gelaufen ist. Vor mir sehe ich meine Wander-Vorgänger, wie sie alle fröhlich und stolz mit Spaziergängern und Anwohnern auf Fotos posieren. Wie sie in Wirtschaften einkehren und süßen Tieren begegnen. Und ich? Ich wandere durch den Wald, kilometerweit, ohne jemandem zu begegnen. Allein. Zum Glück sind da die Pilze, zahlreich, in unterschiedlichen Farben und Formen. Sie werden mir die treusten Begleiter auf meiner Wanderung. Danke, liebe Pilze, es war nett von euch, mir für Fotos parat zu stehen, euch meine Beschwerde auf der Strecke anzuhören und still und leise über mich zu wachen. © Foto: Marina Hochholzner

Er führte das Wander-Zepter weiter bis nach Velden: NN-Lokalredakteur Timo Schickler startete in Kleedorf.
15 / 20
Timo Schickler

Er führte das Wander-Zepter weiter bis nach Velden: NN-Lokalredakteur Timo Schickler startete in Kleedorf. © Foto: Timo Schickler

Noch ein Schwenk auf den Schwerlastverkehr und das Video über den Brückenabriss in Artelshofen ist im Kasten. Kamera läuft, Action... und Stopp! Mir fährt ein Rennradfahrer mitten ins Bild. Der entpuppt sich wenige Sekunden später als mein Gastgeber für den darauffolgenden Tag in Velden. Andreas Brendl, im roten Radlerdress, ist mal wieder auf seinem Rennrad unterwegs. Daran hindern ihn auch seine 81 Jahre nicht. Er klopft auf seinen Tacho und mir verschlägt es die Sprache: 91.500 Kilometer ist er auf seinem Rad schon durch das Nürnberger Land gefahren. Respekt! Der steigt noch, als ich am nächsten Tag die Steigung sehe, die es zur Pension Andreashof hinaufgeht.
16 / 20
Highlight Timo Schickler

Noch ein Schwenk auf den Schwerlastverkehr und das Video über den Brückenabriss in Artelshofen ist im Kasten. Kamera läuft, Action... und Stopp! Mir fährt ein Rennradfahrer mitten ins Bild. Der entpuppt sich wenige Sekunden später als mein Gastgeber für den darauffolgenden Tag in Velden. Andreas Brendl, im roten Radlerdress, ist mal wieder auf seinem Rennrad unterwegs. Daran hindern ihn auch seine 81 Jahre nicht. Er klopft auf seinen Tacho und mir verschlägt es die Sprache: 91.500 Kilometer ist er auf seinem Rad schon durch das Nürnberger Land gefahren. Respekt! Der steigt noch, als ich am nächsten Tag die Steigung sehe, die es zur Pension Andreashof hinaufgeht. "Das höchste Haus in Velden", hat Brendl mir schon vorher verraten. Und nicht untertrieben. Starker Typ! Hier lesen Sie alle Highlights von Timos Etappe © Foto: Timo Schickler

Lidia Piechulek ist seit knapp einem Jahr Volontärin bei den NN. Sie wanderte von Velden nach Höfles.
17 / 20
Lidia Piechulek

Lidia Piechulek ist seit knapp einem Jahr Volontärin bei den NN. Sie wanderte von Velden nach Höfles. © Foto: Lidia Piechulek

Tief beeindruckt bin ich von einem Menschen, der in seinem Leben genau da ist, wo er sein will. Und doch ist er in einem Spannungsfeld gefangen, weil er eine Sieben-Tage-Woche hat: Krank sein und ausruhen geht einfach nicht.
18 / 20
Highlight Lidia Piechulek

Tief beeindruckt bin ich von einem Menschen, der in seinem Leben genau da ist, wo er sein will. Und doch ist er in einem Spannungsfeld gefangen, weil er eine Sieben-Tage-Woche hat: Krank sein und ausruhen geht einfach nicht. "Besonders die Dienstage sind die Hölle", gesteht mir der Landwirt Stefan Schaffer. Dann stellt er mit seinen Eltern und Ehefrau Andrea den ganzen Tag Wurstwaren her – von morgens halb vier bis abends um 21 Uhr. In den Urlaub fahren ist auf einem Bauernhof mit Direktvermarktung nicht ohne Weiteres möglich. Kurzreisen macht die Familie im Wechsel – erst fahren die Großeltern, dann der Rest. Eigentlich würde Stefan Schaffer gerne einmal Neuseeland sehen. Aber er kann den Hof nicht alleine lassen. "Vielleicht, wenn die Kinder einmal groß sind." © Foto: Lidia Piechulek

Der Schlussläufer Kevin Gudd, Sportredakteur in Forchheim, war als letzter Wanderer für die NN unterwegs. Seine Route verlief von Höfles bis hinauf ans Walberla.
19 / 20
Kevin Gudd

Der Schlussläufer Kevin Gudd, Sportredakteur in Forchheim, war als letzter Wanderer für die NN unterwegs. Seine Route verlief von Höfles bis hinauf ans Walberla. © Kevin Gudd

Im Rückspiegel betrachtet, stand ich vier Tage durchgängig unter Strom, wahrscheinlich sogar mehr als an manch ereignisreichem Sonntag im Sport-Dienst. Besonders wird mir daher eine Situation in Erinnerung bleiben, in der ich wortwörtlich für kurze Zeit meinen Rucksack samt der Gedanken an den nächsten Programmpunkt ablegen und mich ganz auf den Augenblick einlassen konnte. Der spontan von meinem Begleiter Eustachius Kern, Mesner der nahegelegenen Kapelle St. Moritz, vorgeschlagene Umweg zum Burgstein rief mein zu Schulzeiten entsprungenes, im Berufsalltag selten benötigtes Geschichtsinteresse auf den Plan.  Die Eindrücke von der mittelalterlichen Anlage über Leutenbach veranschaulichten mir: Bis hinauf aufs Walberla kann mich nichts mehr aufhalten.
20 / 20
Highlight Kevin Gudd

Im Rückspiegel betrachtet, stand ich vier Tage durchgängig unter Strom, wahrscheinlich sogar mehr als an manch ereignisreichem Sonntag im Sport-Dienst. Besonders wird mir daher eine Situation in Erinnerung bleiben, in der ich wortwörtlich für kurze Zeit meinen Rucksack samt der Gedanken an den nächsten Programmpunkt ablegen und mich ganz auf den Augenblick einlassen konnte. Der spontan von meinem Begleiter Eustachius Kern, Mesner der nahegelegenen Kapelle St. Moritz, vorgeschlagene Umweg zum Burgstein rief mein zu Schulzeiten entsprungenes, im Berufsalltag selten benötigtes Geschichtsinteresse auf den Plan. Die Eindrücke von der mittelalterlichen Anlage über Leutenbach veranschaulichten mir: Bis hinauf aufs Walberla kann mich nichts mehr aufhalten. © Foto: Anne Kleinmann