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Bundestagswahl 2021: Das sind die Kandidaten im Wahlkreis Roth

15.9.2021, 16:09 Uhr
Am 26. September 2021 sind wieder Erst- und Zweitstimme zu vergeben.

Am 26. September 2021 sind wieder Erst- und Zweitstimme zu vergeben. © Rolf Vennenbernd, NN

Welche Orte gehören zum Wahlkreis Roth?

Die Landkreise Roth und Nürnberger Land bilden bei der Bundestagswahl 2021 einen Wahlkreis mit rund 300.000 Einwohnern. Damit ist der Zuschnitt des Wahlkreises - anders als bei Fürth und Erlangen - seit der letzten Wahl gleich geblieben.

Nach der Wahl finden Sie die Ergebnisse hier.

Wer tritt zur Bundestagswahl 2021 an?

Die Kandidaten stehen fest: Anfang August hat der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der Wahlvorschläge entschieden.

Die CSU schickt den Rother Bürgermeister Ralph Edelhäußer ins Rennen. Der 48-Jährige kandidierte 2002 erstmals für den Rother Stadtrat, seit 2011 ist er Bürgermeister der Kreisstadt.

Für die Grünen tritt der 34-jährige Felix Erbe aus Hilpolstein an. Der Grundschullehrer ist dort seit vielen Jahren im Stadtrat vertreten sowie langjähriges THW-Mitglied.

Die SPD stellt ihm den 28-jährigen Jan Plobner entgegen. Voraussetzung ist noch die endgültige Nominierung der Bundeswahlkreiskonferenz. Der Juso führt den Altdorfer Ortsverband.

Die Freien Wähler haben den 33-jährigen Felix Locke aus Lauf nominiert. Er ist dort Stadtrat, Ortsvorsitzender und stellvertretender Generalsekretär der Partei.

Einstimmig schickt die FDP die Laufer Unternehmerin Kristine Lütke ins Rennen. Die 38-Jährige ist Schatzmeisterin der Freien Demokraten in Bayern, kandidierte 2020 im Landkreis Nürnberger Land als Landrätin und ist seitdem dort Kreisrätin.

Die AfD hat den Kreisvorsitzenden Klaus Norgall aus Feucht als Direktkandidaten nominiert.

Die Linke geht mit Evelyn Schötz ins Rennen.

Für die ÖDP tritt Pascal Henninger aus Röthenbach an der Pegnitz an.

Die Piraten haben der erst 18-Jährigen Julian Häffner aus Hersbruck als ihren Bundestagskandidaten nominiert - als einen der oder sogar den jüngsten Direktkandidaten dieser Bundestagswahl überhaupt.

Die Satirepartei Die PARTEI schickt Max Weggenmann aus Roth ins Rennen.

Für die Liberalkonservativen Reformer kandidiert Marcus Nehring aus Simmelsdorf im Nürnberger Land.

Und die Partei dieBasis setzt auf Stephan Kuschel.

Der Arzt Udo Schloth aus Feucht ist schließlich der einzige Direktkandidat, der parteilos antritt.

Wie wird gewählt?

Die Wähler haben zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Sie wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Die Anzahl der insgesamt auf die Landesliste entfallenden Stimmen gibt dann den Ausschlag dafür, wie viele Sitze die Liste enthält und welche Bewerber zusätzlich zu den Gewinnern der Direktwahlen in den Bundestag einziehen.

Wer im Wahllokal wählen will, sollte man nicht vergessen, seine Wahlbenachrichtigungskarte mit zu nehmen und vorzuzeigen, um die Wahlunterlagen zu erhalten. Alternativ reicht auch der Personalausweis.

Wo man wählt, erfährt man vorab per Post. Möchte man am Wahltag nicht den Gang zur Urne antreten, kann man sich im Vorfeld alternativ für die Briefwahl entscheiden. Einen Antrag hierfür kann man bis spätestens am Freitag vor der Wahl, 18 Uhr, stellen. Der Brief muss aber am Wahlsonntag bis 18 Uhr beim Wahlamt eingehen. Wer sich kurzfristig gegen das Wahllokal entscheidet, kann die Briefwahlunterlagen beim zuständigen Wahlamt abholen und direkt ausgefüllt zurückgeben.

Wie war das Wahlergebnis 2017?

Die Wahlbeteiligung lag zur Bundestagswahl 2017 bei 81,69 Prozent, es gab 228.0000 Wahlberechtigte. In den bisherigen 12 Wahlen gewann im Wahlkreis Roth jeweils der Direktkandidat der CSU. Von 2002 bis zur Wahl 2017 war dies die ehemalige Drogenbeauftragte des Bundestages Marlene Mortler, die nach der Europawahl 2019 ins Europaparlament wechselte.