Blick nach oben

2:2 beim HSV! Die Club-Serie reißt auch in Hamburg nicht

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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26.9.2021, 15:30 Uhr
Der Blick geht weiter nach oben: Enrico Valentini traf und bereitete vor.

Der Blick geht weiter nach oben: Enrico Valentini traf und bereitete vor. © Axel Heimken, dpa

Auch nach sieben Zweitligaspielen ohne eine einzige Niederlage haben sie beim 1. FC Nürnberg ihre Zurückhaltung mit Blick auf diese Spielzeit beibehalten. Von einem möglichen Aufstieg wollte vor dem Gastspiel beim Hamburger SV schon gar keiner der Verantwortlichen am Valznerweiher sprechen. Der HSV, so hatte das Club-Trainer Robert Klauß vorab gesagt, sei selbstverständlich der Favorit in dieser Partie.

So gesehen war das 2:2 ein Erfolg für seine Mannschaft, auch wenn es der Club zweimal nicht schaffte, eine Führung zu verteidigen.

Aufgestellt hatte Klauß seine Mannschaft wieder einmal etwas überraschend. Im 4-3-3 begegnete der Club dem Gastgeber mit zunächst einmal gehörigen Respekt. Nikola Dovedan, Mats Möller Daehli und Fabian Nürnberger bildeten die ersten Verteidigungslinie in einer ersten Halbzeit, an deren Ende der HSV 60 Prozent Ballbesitz hatte, es aber immerhin 1:1 stand.

Der Videoschiedsrichter hilft

Der Club war so sehr und meist erfolgreich damit beschäftigt, das Spiel des HSV zu stören, dass für eigene Offensivbemühungen kaum Zeit und Raum blieben. Trotzdem ging der Club in Führung. Nach 20 Minuten sah sich Schiedsrichter Felix Zwayer eine vorher nicht sonderlich beachtete Situation auf Intervention des Videoschiedsrichters am Bildschirm an. Er erkannte: Ein Foul an Nikola Dovedan im Strafraum. Nach 22 Minuten traf Enrico Valentini per Elfmeter zum 1:0 für die Gäste.

Danach wurde der HSV noch ein wenig druckvoller und kam nach 34 Minuten und einem Kopfball von Robert Glatzel zum Ausgleich. Dieser Halbzeitstand war ein wenig glücklich für den Club.

Es war ihnen dieses Glück aber kein Grund, an sich zu zweifeln: Stattdessen war nach der Pause wieder Valentini an der nächsten Nürnberger Führung beteiligt. Seine Hereingabe beförderte der nicht sonderlich groß gewachsene Lino Tempelmann mit seinem dritten Kopfballtreffer der Saison über die Linie. So viel Lust an der Offensive kam überraschend und das vor allem für den HSV. Der fand jedenfalls nicht sofort zurück in die Partie.

Wieder trifft Glatzel

Nürnberg blieb in der Defensive einigermaßen souverän, verpasste es aber zunächst, die sich nun auftuenden Räume in der Offensive sinnvoll zu nutzen. Das rächte sich nach 80 Minuten, als eine Hereingabe von Sonny Kittel wieder Glatzels Kopf fand - es stand 2:2.

Jetzt musste man sich etwas sorgen um den Club. Zwei Minuten nach dem Ausgleich verhinderten nur der Pfosten und Torwart Christian Mathenia. In der Folge fing sich der Club wieder und es blieb beim Unentschieden. Es sind jetzt acht Partien ohne Niederlage, an ihrer grundsätzlichen Sicht auf die Saison werden sie beim Club aber festhalten. Man kann ja auch sehr zurückhaltend aufsteigen.

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