Schon am Freitag geht's weiter

Club-Coach Klauß: "Dann kommt auch die Euphorie zurück"

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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28.10.2021, 15:10 Uhr
Pokal war vorgestern: Fabian Nürnberger, Robert Klauß und Kilian Fischer (von links) wollen mit ihrem Club in Darmstadt eine Reaktion zeigen.

Pokal war vorgestern: Fabian Nürnberger, Robert Klauß und Kilian Fischer (von links) wollen mit ihrem Club in Darmstadt eine Reaktion zeigen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Nein, das hat Robert Klauß so auch noch nicht erlebt in seiner Karriere. Samstag – Dienstag – Freitag. Gegen Heidenheim, den HSV, in Darmstadt. Zwischen den drei Spielen des 1. FC Nürnberg ist nicht viel Zeit, vor allem die Ansetzung morgen Abend können sie beim Club nicht ganz nachvollziehen. 70 Stunden nach dem packenden Pokal-Fight, der ja auch noch in die Verlängerung ging und viel Kraft kostete.

Die Lilien hingegen hatten nach ihrem Erstrunden-K.o. beim TSV 1860 unter der Woche frei – und konnten deshalb vor dem Fernseher entspannt mit ansehen, wie sich der nächste Gegner komplett verausgabte. Die beste Nachricht aus Sicht der Nürnberger: Bis auf Tom Krauß, der mit seiner Gehirnerschütterung noch länger fehlen wird, sind alle anderen Profis wohlauf und bereits wieder „guten Mutes“, wie ihr Trainer auf der Pressekonferenz sagte. Aber natürlich geschlaucht.

Die Frage, warum der Club gleich zum Auftakt des zwölften Spieltages antreten muss und nicht erst am Samstag oder Sonntag, lässt sich nicht beantworten. Den FC Schalke (Samstag – Dienstag – Freitag), den FC Sankt Pauli und Hannover 96 (jeweils Sonntag – Mittwoch – Samstag) trifft’s ähnlich hart, was aber nur ein schwacher Trost sein kann. „Der Rhythmus, der ist neu, den gab’s nicht so oft, zumindest in Deutschland“, glaubt Klauß, „als die Ansetzung rauskam, haben wir als Verein schon mal kurz nachgefragt bei der DFL, warum.

Personelle Veränderungen

Das ist halt einfach so, entgegnete die Liga, also Strich drunter und Blick nach vorn. Ein „kleines Abschlusstraining“ (Klauß) blieb am Donnerstagnachmittag noch, um zu überprüfen, wessen Beine noch schwer sind. „Wir werden sicher die eine oder andere Position verändern, aber nicht komplett durchrotieren“, kündigt Klauß an, „weil wir Stabilität brauchen in unseren Abläufen.“ Fabian Nürnberg ist mal wieder ein Kandidat für die Startelf, auch Taylan Duman oder Manuel Schäffler. Zwischen den Pfosten wird Christian Mathenia steht.

Auch der Trainer spürt, wie Torschütze Duman bereits nach dem Schlusspfiff am Dienstag kurz vor Mitternacht, dass da gerade etwas am Entstehen ist. Dass die Mannschaft sehr gefestigt wirkt und „vor allem auch aus sich heraus Emotionen produzieren kann, dass sie weiß, was jetzt notwendig ist.“ So wie in der zweiten Halbzeit gegen den HSV. „Wilder, emotionaler, leidenschaftlicher sind sie plötzlich gewesen, „da war gar nicht so viel Input von außen notwendig, das ist ein gutes Gefühl“.

Selbst für Freitagabend in Darmstadt und trotz der ungewöhnlich hohen Belastung – obwohl Klauß eindringlich vor zu viel Lobhudelei warnt, extern wie intern. „Wichtig ist jetzt, dass wir uns nicht alles nur schönreden, dass wir nicht nur euphorisch sind“, sagt Klauß, nach dem 4:0 gegen Heidenheim und dem 3:5 nach Elfmeterschießen gegen den HSV. Kann passieren.

Vielleicht ist es ja auch gar nicht so übel, dass bereits am Freitagabend wieder gespielt wird. Was sein Club benötigt am Böllenfalltor? „Viel Überwindung im Kopf, ganz viel Disziplin und Fleiß, dann kommt auch die Euphorie zurück“, sagt Klauß. Damit die Müdigkeit gar keine Chance hat, sich negativ bemerkbar zu machen. Im dritten Spiel binnen sieben Tagen.


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