Baustelle rechts hinten: Sorg fehlt dem FCN ein Spiel

9.2.2021, 12:51 Uhr
Die Rote Karte für Oliver Sorg sorgte auf dem Platz für mächtig Aufregung.

Die Rote Karte für Oliver Sorg sorgte auf dem Platz für mächtig Aufregung. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Der 1. FC Nürnberg kann doch noch gewinnen. Das hat er am Samstag in Darmstadt bewiesen. Dennoch lief nicht alles nach Plan: Mindestens einen Ausfall trägt der FCN mit ins nächste Spiel gegen St. Pauli. Oliver Sorg sah nach einem umstrittenen Elfmeter die Rote Karte und wurde nun für ein Spiele gesperrt, wie der DFB am Dienstag bekannt gab. Zudem erhält Sorg für eine beleidigende Geste gegen den Schiedsrichter-Assistenten eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro.

Über die Entscheidung vom Unparteiischen Dr. Martin Thomsen ärgerte Sorg sich selbst wohl am meisten: "Er hat sich immer noch nicht beruhigt, weil er einfach sagt, das ist kein Handspiel. Er fühlt sich ungerecht behandelt", berichtet Trainer Robert Klauß nach der Partie in Darmstadt und zeigt volles Verständnis für die Reaktion seines Spielers. "Das würde mir auch so gehen. Auch ich als Trainer fühlte mich ungerecht behandelt in der Situation."

Und auch das ist verständlich, vor allem mit Blick auf die Personallage auf der rechten Abwehrseite. "Wenn Vale jetzt verletzt ist und Olli gesperrt ist, haben wir natürlich da wieder die nächste Baustelle", sagt Klauß mit einem fast schon ironischem Lachen.

Ob Enrico Valentini, der sich in Darmstadt eine Oberschenkelzerrung zuzog, bis zum Wochenende wieder fit ist, bleibt abzuwarten. Fällt der Deutsch-Italiener aus, dürfte wie schon gegen Kiel und Würzburg Noel Knothe erneut seine Chance bekommen. Doch auch hinter dem Youngster steht ein Fragezeichen, laborierte er zuletzt schließlich an einem Außenbandriss. Am Donnerstag vor der Partie in Darmstadt hat Knothe allerdings bereits Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Wird auch Knothe nicht rechtzeitig fit, ist Tim Latteier wohl die nächste Alternative. Das Eigengewächs wurde gegen Regensburg bereits als Rechtsverteidiger eingewechselt.

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