Ex-Regionalligaspieler

Doppelschlag des Spielertrainers: Groß'lohe gewinnt bei Quelle Fürth

5.10.2021, 15:19 Uhr
Archivbild: Großschwarzenlohe (schwarzes Trikot) zeigte sich auch in Fürth kampfstark. Für die entscheidenden Tore sorgte derweil Florian Bauer. 

Archivbild: Großschwarzenlohe (schwarzes Trikot) zeigte sich auch in Fürth kampfstark. Für die entscheidenden Tore sorgte derweil Florian Bauer.  © Salvatore Giurdanella, NN

In einer umkämpften Partie in Fürth avancierte Großschwarzenlohes Spielertrainer Florian Bauer zum Matchwinner. Dabei war es erst der zweite Saisoneinsatz des 33-Jährigen, der die Partie innerhalb einer Viertelstunde umbog. Der 33-Jährige, einst selbst Regionalliga-Spieler für Seligenporten und die die U23 von Greuther Fürth, legt seinen Schwerpunkt inzwischen für gewöhnlich auf die Einflussnahme vom Spielfeldrand. Schließlich spielt sein SC Großschwarzenlohe auch ohne ihn eine hervorragende Saison.

Doch am späten Samstagnachmittag ist einer der Momente gekommen, in denen Bauer sich selbst das schwarze Trikot überstreift. Eine Viertelstunde vor Schluss steht es 1:2 aus Sicht seines Teams. In einem hart umkämpften ersten Durchgang hat es nicht viele Torgelegenheiten gegeben, doch die leicht überlegene Quelle ist durch eine schöne Einzelaktion des jungen Tugkan Sarac in Führung gegangen. Kurz nach dem Seitenwechsel hat Fabio Garcia dann nach einer starken Energieleistung den Ausgleich besorgt, bevor Haag Fürth erneut in Führung gebracht hat. Doch mit Bauers Einwechslung verändert sich die Partie. Acht Minuten nach seiner Einwechslung legt er per Kopfball auf für Garcia, der mit seinem zweiten Treffer den Ausgleich besorgt.

Und zwei Minuten später ist es Bauer selbst, der nach einem Eckball per Kopf zur Stelle ist und den umjubelten Siegtreffer besorgt. Aller Erfahrung zum Trotz – ein solcher Moment begeistert auch den Spielertrainer. „Das ist einfach ein geiles Gefühl“, sagt er und fügt hinzu: „Sowas erlebt man nicht häufig in seiner Karriere, gerade als Defensivspieler.“ Mindestens genauso viel bedeutet dem 33-Jährigen an diesem Abend aber eine Nachricht, die er kurz nach dem Spiel erhält. Absenderin: die Mutter. „Da geht mir das Herz auf“, sagt Bauer. „Nach all den Jahren eine Mama zu haben, die noch immer derart stolz ist – das ist schon etwas Besonderes.“

Etwas Besonderes hat auch Sohn Florian in Großschwarzenlohe mit dem kleinen SC erreicht. Nachdem der Verein in der ersten Saison unter seiner Regie den Sprung in die Landesliga schaffte, verhinderte man zweimal erfolgreich den Abstieg, bevor in der laufenden Saison der nächste Schritt folgte und die Mannschaft bis auf aktuell Tabellenplatz drei kletterte. Überrascht ist Bauer davon nicht. „Ich habe ja schon vor der Saison das große Potenzial des Teams gesehen“, erklärt er, „natürlich wollen wir nun auch gerne die Aufstiegsrunde erreichen.“ Dort würde es freilich sehr schwer werden, denn die Konkurrenz aus Schwabach und vor allem Kornburg scheint übermächtig. Doch wer weiß, zu welchen Leistungen der Spielertrainer fähig ist, wenn sein Team ihn braucht. DAVID SCHEIDLER

SG Quelle Fürth - SC Großschwarzenlohe 2:3 (1:0) – Groß‘lohe: Thöle, Schleupner, Scheuenstuhl (46. Deininger), Hettwer, Uluca (75. Bauer), Egerer (46. Schäll), Nerreter (68. Kräftner), Opcin, Garcia, Kunz, Sperber (80. Alberty) / Tore: 1:0 Sarac (22.), 1:1 Garcia (50.), 2:1 Haag (67.), 2:2 Garcia (83.), 2:3 Bauer (85.).

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