FCN-Coach Klauß nach Kiel: "Das wirft uns nicht um"

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Wolfgang Laaß

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16.12.2020, 21:57 Uhr
Zu spät aufgewacht: Auch Asger Sörensens Schuss fand nicht mehr den Weg ins Kieler Tor. 

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Zu spät aufgewacht: Auch Asger Sörensens Schuss fand nicht mehr den Weg ins Kieler Tor. 

Es lief bereits die erste Minute der Nachspielzeit, als der 1. FC Nürnberg zum ersten Mal am Mittwochabend auf und nicht neben das Tor schoss. Hanno Behrens, spät eingewechselt, versuchte es mal mit links, Ioannis Gelios im Kasten von Holstein Kiel lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte.

Kurz darauf war Schluss, Endstand 0:1. Weil der Ex-Bremer Fin Bartels zehn Minuten vor Schluss per herrlichem Seitfallzieher getroffen hatte, für Fabian Schleusener "ein irres Tor". Und futsch war der anvisierte Punkt. Obwohl wahrscheinlich sogar mehr drin gewesen wäre, wenn sich die Gäste in ihren wenigen Umschaltsituationen etwas mehr zugetraut hätten. "Einfach bitter, dass wir uns für unsere Laufbereitschaft nicht belohnt haben", fand Torhüter Christian Mathenia, der nicht viel zu tun hatte.

So bleibt eine insgesamt gut verteidigende Nürnberger Mannschaft in Erinnerung, die aber in der entscheidenden Szene nicht gut aussah. "Ein verdienter Heimsieg, auch wenn es nicht übermäßig viele Chancen gab für Kiel", sagte Robert Klauß in der Pressekonferenz - und nahm unter anderem das Defensivverhalten vor dem Tor des Tages auseinander.

Nicht richtig zugehört?

"Wir haben 120 Kilometer abgerissen und viele Sprints gemacht", analysierte Klauß, "in der entscheidenden Situation aber die Box nicht gut verteidigt." Dass Kiel gerne auf den hinteren Pfosten flankt, hätten sie in der Halbzeit "nochmals explizit angesprochen", so Klauß. Dem ebenfalls nicht gefiel, dass sich nicht einer beim Freistoß zuvor vor den Ball gestellt hatte, um eine schnelle Ausführung zu verhindern.

Es folgte eine schnelle Ausführung und eine Flanke auf den hinteren Pfosten, wo sich Fin Bartels ziemlich unbedrängt in die Auswahl zum "Tor des Monats" ballern durfte. "Da verhalten wir uns nicht clever", so Klauß, "das sind eben die Kleinigkeiten, die entscheidend sind in so einem Spiel."

Die nächste Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich bereits am Sonntag, im Heimspiel gegen Aue. Nach dem 0:1 beim Tabellenführer sollen es zum Jahresabschluss unbedingt die drei nächsten Punkte werden. Vielleicht auch wieder mit Robin Hack, der wegen seiner Sprunggelenksprobleme geschont wurde und erst gar nicht mit nach Kiel geflogen war.

"Wir haben hier unnötig verloren", ärgerte sich Klauß, "aber das wirft uns nicht um."

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