Fürth im Derby-Glück: Nürnbergs Himmel verdunkelt sich

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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13.6.2020, 14:59 Uhr
Kopfball ins Glück: David Raum köpft zum 0:1 ein und hinterlässt Christian Mathenia am Boden zerstört zurück.

© Wolfgang Zink/Sportfoto Zink Kopfball ins Glück: David Raum köpft zum 0:1 ein und hinterlässt Christian Mathenia am Boden zerstört zurück.

Die Vorzeichen waren – wieder einmal – nicht die allerbesten. Vor dem 266. Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth befanden sich beide Vereine im Krisenmodus, wieder einmal. Die Spielvereinigung wies die Statistik als die punktemäßig schlechteste Mannschaft seit Wiederaufnahme des Betriebs aus, der 1. FC Nürnberg, nunja, der galt schon vor der Corona-Pause als Abstiegskandidat und blieb das auch.


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Es wurde dann trotzdem alles viel aufregender und besser als erwartet – vor allem für das Kleeblatt, das David Raum mit seinem Treffer nach 56 Minuten beim 1:0 (0:0) gegen ebenbürtige Nürnberger ins Derbyglück schoss.

Auf vier Positionen hatte Stefan Leitl, der Trainer der Spielvereinigung, seine Startelf im Vergleich zum 1:1 bei Dynamo Dresden verändert. Mergim Mavraj, Marco Caligiuri, Kevin Redondo und Julian Green spielten zunächst einmal anstelle von Maximilian Bauer, Marvin Stefaniak, Paul Jaeckel und Hans Nunoo Sarpei. Beim Club beließ es Jens Keller bei einer Änderung. Der Club-Trainer ersetzte den Rechtsverteidiger Oliver Sorg durch den Rechtsverteidiger Enrico Valentini.

Unterhaltsam und voller Chancen

Gemeinsam versuchten dann alle Beteiligten, einen besseren Eindruck zu machen, als das vorab erwartet worden war. Es gelang im ersten Durchgang, der durchaus ein derbywürdiges Spiel sah mit kleinen Vorteilen für die Gastgeber. Robin Hack war der erste, der aus aussichtsreicher Position am Tor vorbeischoss (4.). Es war die erste von vielen ausgelassenen Gelegenheiten. Die besten hatte beim Club Hack: Nach sieben Minuten landete sein Kopfball aus zehn Metern in den Armen von Sascha Burchert, der acht Minuten später Mühe hatte, einen Distanzschuss von Hack über das Tor zu lenken. Die besten Fürther Möglichkeiten vergaben Paul Seguin, der einen Freistoß knapp über das Tor setzte (10.) und Daniel Keita-Ruel per Kopf (35.).

Es war durchaus unterhaltsam, was sich da in den ersten 45 Minuten dem nicht vorhandenen Publikum im Max-Morlock-Stadion bot. Es ging auch nach der Pause flott weiter. Enrico Valentini war es diesmal vorbehalten, den ersten Schuss neben das Tor zu setzen (49.). Eine gute Chance, etwas besser war dann aber die, die sich Sebastian Ernst kurz darauf auf der Gegenseite bot. Sein Kopfball nach einer Ecke touchierte den Pfosten (50.). Sechs Minuten später führte das Kleeblatt – wieder einmal im Derby. Julian Green bewies auf der rechten Seite Übersicht und fand mit seiner Hereingabe den zur Halbzeit eingewechselten und in diesem Moment alleingelassenen David Raum. Der traf per Kopf in Fürther Glück.

Lohkemper beschäftigt Burchert - Abstiegsangst in Nürnberg

Der Club war sichtlich beeindruckt, die Gäste aus der Nachbarstadt hatten in der Folge zunächst einmal keine Mühe, gefährliche Situationen vor dem eigenen Tor zu verhindern. Keller versuchte noch einmal viel, wechselte zumindest viel – einen Effekt hatte das nicht mehr, auch weil Burchert in der Nachspielzeit einen Kopfball Lohkempers aus dem Winkel kratzte. Der Club sah nach dem Derby noch ein wenig schlechter aus als zuvor und das Kleeblatt strahlte.

1. FC Nürnberg: Mathenia - Valentini (77. Valentini), Margreitter, Mavropanos, Handwerker - Behrens, Erras - Schleusener (73. Lohkemper), Heise (60. Zrelak) - Hack (77. Kerk), Ishak (60. Frey)

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Caligiuri, Mavraj, Wittek - Seguin, Ernst (72. Nielsen) - Green (63. Jaeckel), Hrgota (88. Leweling), Redondo (46. Raum) - Keita-Ruel

Tore: 0:1 Raum (56.) | Gelbe Karten: Ishak, Heise, Valentini - Wittek, Green, Caligiuri | Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart)

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