Marius Funk spielt im Pokal

Entscheidung! Sascha Burchert bleibt die Nummer eins beim Kleeblatt

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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6.8.2021, 14:03 Uhr
Der Aufstiegstorwart bleibt auch in der Bundesliga im Fürther Tor: Sascha Burchert (rechts) ist die alte und neue Nummer eins.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Der Aufstiegstorwart bleibt auch in der Bundesliga im Fürther Tor: Sascha Burchert (rechts) ist die alte und neue Nummer eins.

Die Frage gefiel Stefan Leitl nicht, aber natürlich beantwortete er sie. Denn während über neue Innenverteidiger und Mittelfeldspieler gesprochen wurde, blieb eine Position zu Beginn der Vorbereitung auf die Bundesliga weitgehend unbeachtet. In den vergangenen Jahren war Sascha Burchert der Spielvereinigung ein solider Rückhalt, er ließ viele Angreifer im Eins-gegen-Eins verzweifeln und dirigierte seine Mannschaft als Torhüter lautstark.

Burchert leistete sich aber hin und wieder auch kleinere Aussetzer, seine Pässe nach vorne unterlagen einer gewissen Streuung. An einen Torhüterwechsel dachte Stefan Leitl trotzdem nicht, dafür war Burchert als Führungsspieler und Charakter in der Mannschaft viel zu wichtig. Dennoch betonte der Trainer schon während der Aufstiegssaison, dass Ersatztorhüter Marius Funk sich immer besser entwickle und ganz nah an Burchert herangerückt sei.

In seinem einzigen Spiel beim 3:0 gegen Aue wirkte der 25-Jährige sehr sicher, gab lautstarke Kommandos und war seiner Mannschaft damit ebenso ein guter und sicherer Rückhalt. Danach aber stand wieder Burchert im Tor. Doch eine Frage lag im Sommer nahe: Bleibt der Aufstiegstorhüter auch in der Bundesliga die Nummer eins? Oder gibt es ein offenes Rennen um die Position im Fürther Tor? Stefan Leitl sprach danach vom Glück, zwei sehr gute Torhüter zu haben, vom Konkurrenzkampf - und davon, dass am Ende der bessere der beiden im Tor stehen wird.

In der Vorbereitung wirkte Funk wieder sehr sicher, spielte die Bälle von hinten raus fast immer perfekt in den Fuß seiner Vorderleute und hielt alles, was er halten konnte. Beide Herausforderer schienen sich auf Augenhöhe zu begegnen, Stefan Leitl zeigte sich zudem von der Leistung und Entwicklung des dritten Torhüters Leon Schaffran sehr angetan. Die Entscheidung war offenbar eine schwere für das Trainerteam. Die Frage, wer denn nun die Nummer eins ist, blieb jedenfalls auch zwei Tage vor dem Pokalspiel beim SV Babelsberg in der Pressekonferenz unbeantwortet.

Das dürfte auch mit Burcherts Leistung beim letzten Testspiel in Istanbul zu tun gehabt haben, wo der 31-Jährige bei zwei von drei Gegentoren patzte. Erst stimmte bei einem hohen Ball die Abstimmung mit Verteidiger Hans Nunoo Sarpei nicht, sodass der Ex-Fürther Serdar Dursun per Kopf traf, dann ließ er einen nicht wirklich platzierten Schuss Dursuns passieren. Das Rennen, es war weiter offen - bis zum Freitag.

Da wollte Stefan Leitl ein vertrauliches Gespräch mit seinen Torhütern führen. Nach dem Abschlusstraining am Mittag und vor der Abfahrt nach Babelsberg setzten sie sich also zusammen - und der Trainer verkündete die Entscheidung. Am Samstagabend in Babelsberg und auch in möglichen weiteren Pokalspielen wird Marius Funk spielen, Sascha Burchert bleibt die Nummer eins in der Liga. Der Aufstiegstorhüter ist also auch der Fürther Bundesliga-Torhüter.

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