Zwei Spiele, zwölf Tore

Traumstart für Alesheim - spielt der SV bald wieder in der Kreisklasse?

12.8.2021, 15:05 Uhr
Aller Kampf hat in der vergangenen Saison nichts genutzt. Der SV Alesheim (rotes Trikot) musste den Abstieg in die A-Klasse hinnehmen. Dort will man aber nicht lange bleiben.

Aller Kampf hat in der vergangenen Saison nichts genutzt. Der SV Alesheim (rotes Trikot) musste den Abstieg in die A-Klasse hinnehmen. Dort will man aber nicht lange bleiben. © Archivfoto: Bastian Mühling

ALESHEIM - Den Start in seine Trainerkarriere hatte sich Niklas Reutelhuber sicherlich anders vorgestellt Im Sommer 2020 übernahm der 22-Jährige, der "nebenbei" als Spieler bei der SpVgg Ansbach in der Bayernliga unter Vertrag steht, den abstiegsbedrohten SV Eintracht Alesheim in der Kreisklasse Neumarkt/Jura West. Doch selbst Reutelhubers höherklassige Erfahrung konnte den SVA nicht mehr retten.

Zwar zeigte der Kreisklassist spielerisch ansprechende Leistungen, jedoch genügte dies nicht, um sich aus dem Keller zu befreien. In vier Partien sammelte Alesheim lediglich drei Punkte – drei Remis und eine Niederlage – und stieg folglich in die A-Klasse ab. "Natürlich war der Abstieg für uns sehr unglücklich, gerade weil die Leistungen von uns meist besser waren, als es die Ergebnisse vermuten ließen", blickt der junge Trainer auf die vergangene Saison zurück.

Erfahrung aus der Bayernliga

Der Start in die neue A-Klassen-Saison ist Reutelhuber und dem SVA dafür umso besser geglückt. In den ersten beiden Ligaspielen konnten die Alesheimer spielerisch überzeugen. Sechs von sechs möglichen Punkten holte die Elf gegen die SG Unterschwaningen/Obermögersheim und den SV Großweingarten. 12:1 Tore und die Tabellenführung stehen somit am Ende eines tadellosen Saisonstarts. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt Alesheim den TSV 1913 Georgensgmünd.

Für den Trainer kommt diese sportliche Entwicklung aber keineswegs überraschend. "Die Stimmung im Verein ist sehr gut und auch die Spieler verstehen sich bestens. Zudem haben wir mit unseren Neuzugängen auch noch einmal an Qualität dazugewonnen", erklärt der Trainer und fügt hinzu: "Die Mannschaft verinnerlicht mehr und mehr, wie wir Fußball spielen wollen und setzt das auch immer besser um." Damit bezieht sich Reutelhuber unter anderem auf die Anforderungen, die er aus dem Alltag als Bayernliga-Spieler kennt.

Es steht außer Frage, dass zwischen der Bayernliga und der A-Klasse fußballerisch eine zu große Distanz liegt, als dass man beide Ligen eins-zu-eins vergleichen könnte. Dennoch möchte Reutelhuber grundlegende Elemente auch bei seiner Mannschaft sehen. "Es geht uns im Trainerteam hierbei vor allem darum, einen gewissen Rhythmus in manchen Abläufen zu etablieren. Das betrifft beispielweise den Treffpunkt am Spieltag, das immer gleiche Warmmachen oder den Kreis vor dem Spiel", erklärt der Trainer.

"Jeder ist heiß"

Aber auch auf dem Platz hat Reutelhuber einige Maßnahmen ergriffen. "Natürlich trainieren wir auch taktische Abläufe in der Offensive und Defensive. Beispielweise verteidigen wir Standards nicht mehr mit Manndeckung, sondern im Raum", so der SVA-Coach. Der 22-Jährige zeigt sich bis jetzt sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. "Es macht Bock die Mannschaft spielen und trainieren zu sehen. Jeder ist heiß, am Wochenende zu gewinnen, alle hauen sich voll rein. Das ist die Grundvoraussetzung um drei Punkte zu holen." Nach dem erfolgreichen Saisonstart ist auch das Saisonziel in Alesheim eindeutig – der direkte Wiederaufstieg.

"Wenn wir es schaffen, die Spannung über die komplette Saison aufrechtzuerhalten, egal ob wir gegen den Ersten oder Letzten spielen, dann haben wir genug Qualität in der Mannschaft, um oben mitzuspielen", verspricht Reutelhuber.

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