16°

Dienstag, 07.07.2020

|

zum Thema

Und gleich ein Kreuzbandriss! Besong fehlt dem FCN lange

Sturmjuwel der Rot-Schwarzen muss immense Zwangspause einlegen - 08.05.2020 16:38 Uhr

Kann sein Talent nun für lange Zeit nicht unter Beweis stellen: Nürnbergs jungendliche Sturmhoffnung Paul-Philipp Besong (Archivbild). © Sportfoto Zink / DaMa


Seit Sommer stürmt Paul-Philipp Besong für den Club. Wobei: Sonderlich oft konnte oder durfte das vor der Saison an den Valznerweiher gelotste Talent noch nicht für den FCN stürmen. Lediglich sechs Einsätze, allesamt absolviert für Nürnbergs Zweitvertretung in der Regionalliga, stehen für den jugendlichen Angreifer zu Buche.

Auch in der näheren und mittleren Zukunft wird Besong nicht für den 1. FC Nürnberg auf Torejagd gehen. Weder für die U21 noch für die Profis. Am Freitagvormittag, bei der zweiten Einheit nach der rot-schwarzen Rückkehr ins Mannschaftstraining, zog sich der seit seinem Club-Engagement eh verletzungsgeplagte Jungspund eine schwere Knieverletzung zu.

Bilderstrecke zum Thema

Zurück auf dem Platz: Der Club trainiert wieder gemeinsam

Passübungen, Eckla, Sechs-gegen-Drei, Einrücken, Abschlussspiel. So sah das erste Mannschaftstraining des 1. FC Nürnberg seit acht Wochen aus. Vieles davon war in Kleingruppen zuvor nicht umsetzbar. Am Donnerstag durften die Spieler des FCN zum ersten Mal wieder in voller Mannstärke auf den Max-Morlock-Platz auf dem Vereinsgelände, konnten Zweikämpfe führen und Spielformen üben. In einer guten Woche geht es bei St. Pauli schließlich schon wieder um wichtige Punkte im Abstiegskampf.


Horror-Verletzung am Valznerweiher 

Die traurige Botschaft übermittelte der Comeback-Club am Nachmittag über seine Website. Eine MRT-Untersuchung bei FCN-Doc Matthias Brem hatte da schon Gewissheit darüber gegeben, dass der 19-Jährige nicht - wie erhofft - noch halbwegs glimpflich davon gekommen war. Wie das Ganze passierte, wie es zu Besongs Horror-Verletzung kam, berichtet der Altmeister an gleicher Stelle: Bei einem Zweikampf um den Ball - dabei also, worauf sich alle beim Quarantäne-und-Corona-Club nach achtwöchiger Abstinenz so gefreut hatten - verdrehte sich der Stürmer das Knie. Mit, wie sich herausstellen sollte, schlimmen Folgen.

Das Kreuzband im linken Knie des rot-schwarzen Rohdiamanten ist gerissen. "Es tut mir so unglaublich leid für den Jungen", erklärte Jens Keller, der offensichtlich geschockte Nürnberg-Coach, als er am Nachmittag von der Diagnose erfuhr. Und schickte hinterher, was Besong zumindest ein klein wenig Mut und Zuspruch schenken sollte. "Paul war gerade auf einem richtig guten Weg. Wir werden uns jetzt sehr intensiv um ihn kümmern", verspricht der Trainer des FCN auf der Vereinshomepage.

 

Der Jens Keller, der kurze Zeit zuvor auch den Nürnberger Nachrichten zur Kenntnis gegeben hatte, dass das "Mannschaftstraining schon was ganz anderes ist als das Individualtraining". Und dabei auf die Zweikampfführung blickend angefügt hatte, dass sich speziell bei ihr - auch aus der langen Zwangspause resultierend - in der üblen Kombination von wenig robustem Zurückziehen und robuster Begeisterung - fast zwangsläufig die ein oder andere “gefährliche Situation“ ergeben könne.

"Unendlich bitter", der Vorstand des FCN fühlt mit

Folge 31: Fußball - oder soll man es lassen?

Dass Besong einer solch “gefährlichen Situation“ zum Opfer fiel, erschüttert auch Robert Palikuca. “Das ist unendlich bitter. Wir alle kennen Paul als einen mental starken Jungen. Wir sind überzeugt von seinen menschlichen und fußballerischen Qualitäten. Wir sind aber auch überzeugt davon, dass er diese Verletzung wegsteckt und mit großer Stärke zurückkommen wird“, lässt sich Nürnbergs Sportvorstand bei fcn.de zitieren. Und ergänzt, dass Besong bei seinen Comeback-Bemühungen “alle Zeit der Welt“ bekäme.

Beim Club konnte Besong, der spätestens im Juni des Vorjahres, als die Dortmunder U19 den Altersgenossen des VfB Stuttgart in einem Acht-Tore-Finale um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft spektakulär das Nachsehen gab, die Fußballbranche als Matchwinner auf sich aufmerksam machte, noch nicht das zeigen, was er kann. Er wird dies nun - wie Palikuca sagt - nach seiner langen Verletzungspause zeigen dürfen.

+++ Wenig Vorbereitungszeit: FCN und Kleeblatt trainieren wieder +++

Bilderstrecke zum Thema

Die Jahrhundert-Elf des FCN: So haben Sie gewählt!

Drei Wochen lang haben wir Sie, liebe User, für die Jahrhundertelf des 1. FC Nürnberg abstimmen lassen. Sie haben Meisterspielern, Club-Helden und Akteuren von heute fleißig Noten gegeben - und wir haben daraus eine legendäre Elf aus der seit Montag 120-jährigen Vereinsgeschichte des FCN gebastelt. Viel Spaß beim Durchklicken!


 

17

17 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport