Dienstag, 24.11.2020

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Vorsprung für den FCN: Sörensen führt Club-Abwehr an

Däne soll dem instabilen Defensivverbund mehr Stabilität geben - 29.10.2020 05:45 Uhr

Sprunggewaltiger Defensivspezialist: Asger Sörensen ist bislang eine Konstante in der Club-Abwehr.

28.10.2020 © Sportfoto Zink / WoZi


Folge 66: Zwischen Hack und Hoffnung

Etliche Analysen der ersten fünf Saison-Partien kamen zu dem Fazit, dass der Club nach wie vor nicht mit Führungen umgehen kann. Sieben Mal stand es schon 1:0 oder 2:1, in Rückstand lagen die Nürnberger hingegen erst in zwei von über 450 Minuten: nach dem Gegentreffer zum 2:3 gegen Darmstadt in der Nachspielzeit.

Damals irrlichterte die komplette letzte Reihe, die aber auch schon zu überzeugen wusste. Für die statistischen Ausschläge nach oben und unten ist laut kicker-Datenbank bislang Georg Margreitter zuständig gewesen. Innenverteidiger werden ja gerne an ihren Zweikampfwerten gemessen, weshalb nicht nur der Österreicher gerade so unberechenbar wirkt wie der ganze 1. FC Nürnberg. Beim FC St. Pauli konnte er lediglich 23 Prozent seiner Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entscheiden, gegen den Karlsruher SC satte 88 Prozent.

Den besten Durchschnitt hat nach fünf Runden: Asger Sörensen. Bei 62,8 Prozent liegt der Däne aktuell und damit in der internen Wertung der zentralen Abwehrkräfte vor Margreitter (55,5 Prozent) und Lukas Mühl (54,7). Was nicht überrascht. Sörensen ist gesetzt, praktisch unantastbar. Obwohl auch ihm, wie beim Ausgleich gegen Darmstadt, hin und wieder merkwürdige Denk- und somit Stellungsfehler unterlaufen.

Geadelt von Rangnick

Dass er wegen seiner Red-Bull-Vergangenheit einen kleinen Bonus genießen könnte bei seinem neuen Trainer, der vor seinem Wechsel zum Club rund elf Jahre im Energydrinkkonzern tätig war, glaubt Sörensen nicht. Ralf Rangnick höchstpersönlich hat ihn beim FC Midtjylland entdeckt und mit folgendem Satz europaweit ins Schaufenster gestellt: "Er ist das größte Abwehrtalent seines Jahrgangs in Skandinavien."

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Das größte Abwehrtalent seines Jahrgangs in Skandinavien ist jetzt auch schon 24, mittlerweile aber eine feste Größe, auch in der Kabine. "Man sieht immer wieder positive Dinge in unserem Spiel, das Umschalten nach Ballgewinnen, unsere Konterphasen sind richtig gut", sagt Sörensen, aber, klar, "in Ballbesitzphasen und beim Verteidigen der Box gibt es Entwicklungspotenzial, aber daran arbeiten wir jeden Tag." So auch am Mittwoch, allerdings nicht in voller Stärke; Margreitter und Zrelak sind gesundheitlich angeschlagen, dafür konnte Robin Hack trotz Knieprellung wieder Teile der Einheit absolvieren.

"Habe ein gutes Gefühl, die Mannschaft auch"

Am Samstag in Braunschweig werden sie wieder versuchen, die Vorgaben des Trainers umzusetzen (13 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de). "Das ist uns über 90 Minuten noch nicht gelungen, aber es wird immer besser, ich habe ein gutes Gefühl, die Mannschaft auch", sagt Sörensen. Und das Führungs-Problem? Ist eigentlich gar keins. "Ich sag‘s mal so: Wenn wir die nächsten 29 Spiele auch in Führung gehen, werden wir unsere Punkte holen."

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