Zufrieden in fast allen Belangen: Klauß spricht über den Club

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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1.10.2020, 16:57 Uhr
Gelungener Start: Robert Klauß (links) fühlt sich wohl beim 1. FC Nürnberg.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Gelungener Start: Robert Klauß (links) fühlt sich wohl beim 1. FC Nürnberg.

Am Donnerstagmorgen ist Robert Klauß mit dem Fahrrad zu seinem Arbeitsplatz gefahren. Am Dutzendteich musste er da vorbei, es war kalt und neblig, aber die Sonne schien. "Glücklich", sagt Klauß hat er sich da gefühlt. Glücklich sind sie beim 1. FC Nürnberg bislang auch, dass der Trainer Klauß da ist. Vier Punkte aus den ersten beiden Punktspielen - man weiß beim Club aus Erfahrung, dass es auch hätte schlimmer losgehen können, das gemeinsame Leben.

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Klauß weiß das ebenfalls, auch wenn ihm die Club-Erfahrung fehlt. Er gibt sich deshalb mit Blick auf seine Arbeit etwas zurückhaltender als mit Blick auf seine Arbeitsweg-Gefühle. "Zufrieden", sagt er da, sei er mit dem, was ihnen in den ersten Wochen seit seiner Ankunft am Valznerweiher gelungen ist. "Man ist dann zufrieden, wenn man das Gefühl hat, dass von der Arbeit, die man macht, etwas zu sehen ist", sagt Klauß. Und es ist etwas zu sehen, wenngleich noch nicht alles. "Wir sind auf einem guten Weg, aber wir wissen, dass das längst nicht das Ende sein kann", sagt Klauß.

Transfers? Wenn, dann eher Abgänge

Dass es auf dem Weg zu diesem Ende aber bislang einigermaßen erfreulich läuft, hat zu tun mit: der Mannschaft. "Wir sind zufrieden mit dem Kader", sagt Klauß, als er gefragt wird, ob sich im noch bis Montag offenen Transferfenster noch etwas tun wird. Heißt: eher nicht. Und wenn, dann eher in eine Richtung: Kevin Goden und Simon Rhein haben derzeit bei den Profis keine Chance und dürften gehen, wenn sie einen neuen Verein finden.

Der große Rest soll bleiben - und weiterhin überraschen, zumindest das Publikum. Vorab hatte Klauß davon gesprochen, dass er schon glaubt, er könne die vorhandenen Spieler in sein System integrieren. Die Zweifel waren da, aber eher im Umfeld, sagt Klauß. "Ich hatte da schon Fantasie und Ideen", sagt er heute, da er glaubt, dass er diese Ideen und Fantasien nicht zu unrecht hatte. Herausheben will er keinen Spieler, aber "man hat ja in den Spielen gesehen, dass da Spieler einen Schritt nach vorne gemacht haben".

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Erklären, Sonne, Punktausbeute

Und wenn ein Spieler dann mal auf der Bank sitzt, muss das nicht gleich bedeuten, dass da wieder ein Schritt zurück passiert ist. "Wir fällen immer Entscheidungen für jemanden und nicht gegen jemanden", sagt Klauß das, was man hier und da schon gehört hat von Fußball-Trainern, "für mich ist wichtig, dass die Mannschaft das weiß." Ob sie es ihm auch glaubt, kann erst einmal egal sein, solange die Sonne scheint und die Punktausbeute stimmt. Es kann nicht immer jeder glücklich sein in einer Fußball-Mannschaft.

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