Siemens Energy macht sich hübsch für die Börse

2.9.2020, 12:54 Uhr
Siemens Energy macht sich hübsch für die Börse

© Roland Weihrauch/dpa

Kurz vor seinem für Ende September geplanten Börsengang kündigte das Unternehmen auf einem virtuellen Investorentag an, die Gewinnmarge von zuletzt rund fünf auf 6,5 bis 8,5 Prozent im Geschäftsjahr 2023 zu erhöhen. Verbunden damit sind – zusätzlich zu bereits anvisierten Einsparungen von einer Milliarde Euro – Kostensenkungen von 300 Millionen Euro.

Erst vor wenigen Tagen hatten Befürchtungen für Unruhe gesorgt, bei Siemens Energy stehen Standortschließungen und Stellenabbau im Raum. Konkrete Pläne dafür gibt es aber noch nicht, betonte nun erneut ein Sprecher. "Wir müssen schlanker werden", sagte er. Ein Stellenabbau könne dabei nicht ausgeschlossen werden. Im Vordergrund stünden aber erst einmal andere Maßnahmen.

Allein in Erlangen 6000 Beschäftigte

So kündigte Siemens Energy an, die Logistik zu optimieren und den Einkauf zu zentralisieren. Es sei zum Beispiel nicht sinnvoll, eine Turbine an sechs verschiedenen Standorten zusammenzuschrauben. Auch bei Projekten solle stärker darauf geachtet werden, dass sich diese rechnen. Mehrkosten durch falsche Planung sollen künftig vermieden werden. Zugleich betont der Konzern, die Nachhaltigkeitsaspekte Umwelt, Gesellschaft und gute Unternehmensführung (ESG) gehörten zum Kern der Strategie.

Siemens Energy ist weltweit in 90 Ländern aktiv und beschäftigt 91.000 Mitarbeiter, davon über 6000 in Erlangen und Nürnberg. Nach Angaben des Unternehmens basiert ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung auf der Technologie von Siemens Energy.

Wie Joe Kaeser den Konzernumbau verteidigt, lesen Sie hier.

Verwandte Themen


Keine Kommentare