Dienstag, 20.11.2018

|

Einige hundert Menschen beim Ostermarsch

»Ohne Frieden ist alles nichts» - 06.04.2010

Atomraketen auf den Müll! Hier haben die Ostermarschierer vor der Lorenzkirche bildlich dargestellt, wie sie sich eine friedliche Zukunft vorstellen. © Fengler


Auch auf die jüngsten Todesfälle bei der Bundeswehr in Afghanistan wurde angespielt: Ein junger Demonstrant in Soldatenuniform hatte sich ein Schild umgehängt: »Ich bin zum Sterben da.» Andere Transparente verurteilten wie gewohnt Atomwaffen und internationale Kriegseinsätze – dazu auch die geplante Autobahnanbindung des Nürnberger Flughafens.

Die zwei vom Friedensforum veranstalteten Züge aus der Nord- und Südstadt (rund 200 und 400 Teilnehmer) trafen sich vor St. Lorenz zur Kundgebung. »Deutschland hat sich zur Kriegsdrehscheibe entwickelt», beklagte Sabine Schiffer vom Erlanger Institut für Medienverantwortung in ihrer Ansprache und kritisierte eine Instrumentalisierung der Medien zur Schönfärberei von vermeintlichen Anti-Terror-Einsätzen. Sie wünsche sich »mehr Unruhe» der Bürger und eine Rückkehr zu den Werten der Aufklärung und des Völkerrechts.

Der politische Rückzug der Bevölkerung gebe Anlass zur Sorge, sagte Ewald Ziegler vom Friedensforum. »Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.» An der Rüstung müsse gespart, stattdessen im Sozialen investiert werden.

Der erste Ostermarsch in Nürnberg fand 1961 statt. Nach 1969 ruhte er; seit 1982 wird wieder jährlich demonstriert. 

Isabel Lauer

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Nürnberg & Region