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17. Filmfestival Türkei/Deutschland

Politische Verständigung und kulturelle Kraft - 24.02.2012 17:39 Uhr

Szene aus dem Film"Es war einmal in Anatolien". Er wird im K4 Festsaal am 11. März um 21.30 Uhr gezeigt. © Festival


 „Ein wichtiges Element für das bessere Verständnis zwischen Deutschland und der Türkei“, unterstreicht Matthias Strobel. Doch bei der gestrigen Pressekonferenz warnte der Leiter des KunstKulturQuartiers auch davor, kulturelle Aktivitäten allein gesellschaftspolitisch zu begründen. „Man muss Kultur auch als eigenständige Kraft im Blick haben.“

In den elf Festivaltagen werden 59 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme über verschiedene hiesige Leinwände flimmern. Darunter befinden sich sechs internationale und 26 Nürnberg-Premieren. Wie immer besonders im Fokus steht der Wettbewerb. Acht Produktionen treten in diesem Rahmen an. Darunter auch „Barbara“. Der Streifen zeigt Nina Hoss in der Titelrolle.

Sie spielt eine Ärztin in der DDR der 80er Jahre, die in einem Provinzkrankenhaus landet, nachdem sie einen Ausreiseantrag stellte. Christian Petzold bekam dafür kürzlich bei der Berlinale den Silbernen Bären für die beste Regie. Aus der Türkei wird unter anderem „Zenne“ ins Rennen geschickt. Eine Tragikomödie über Männerbauchtanz und Schwulenfeindlichkeit.

Das Festivalbudget beträgt rund 400000 Euro. „Dieses setzt sich aus einem Etat über 250000 Euro und Sachleistungen der Stadt Nürnberg in Höhe von 150000 Euro zusammen“, erklärt Festivalleiter Adil Kaya. Stolz ist Kaya auf den diesjährigen Ehrengast. „Eine echte Schauspiellegende.“ Tarik Akan machte sich in der Türkei der 70er als Frauenschwarm in Komödien und Liebesfilmen einen Namen. Dann kam der große Bruch. Akan agierte in politischen Filmen wie „Yol (Der Weg)“ und musste für sein Engagement sogar ins Gefängnis.

Flankierend werden neun der Langfilme des 17. Filmfestival Türkei/Deutschland als Schulprogramm angeboten. 75 Schulen aus allen Bereichen wollen am Angebot partizipieren. Das sind rund 2000 Schüler – ein Rekord. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 1. März um 19 Uhr in der Tafelhalle statt. Unter anderem steht als Eröffnungsfilm der Klassiker „Yol (Der Weg)“ auf dem Programm.

Informationen finden Sie unter www.fftd.de
  

Thomas Susemihl

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