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Der zweite Sommerkiosk im Rosenaupark

06.07.2009

Impressionen vom Sommerkiosk in der Rosenau.Eco Pots aus alten Autoreifen dienen als Blumenkübel oder Sitzgelegenheit. © Harald Sippel


Rund 60 Aussteller beteiligten sich in diesem Jahr. Und sie hatten Glück: Pünktlich zum Start am Samstagmittag verzogen sich die dunklen Gewitterwolken. Hunderte Besucher schlenderten durch die Stände, die diesmal rund um den Minnesängerbrunnen platziert waren.

«Vor allem die Bambus-Shirts sind bei diesen Temperaturen sehr gefragt», sagt Inge Klier von «bambiboom». Angenehm kühlend und kaum wahrnehmbar auf der Haut sei der Stoff, so die Designerin aus Gostenhof. «Am Samstag war die Kauflaune besser, aber heute am Sonntag sind wirklich viele Leute da», so die Beobachtung von Inge Klier.

«Wir sind sehr zufrieden», lautete auch die Bilanz von Mitorganisatorin Katharina Winter. Schon zum Weißwurstfrühstück waren die Plätze im Gastrobereich rund um den Brunnen gut gefüllt. Bei entspannten Elektroklängen mehrerer DJs und schönen Pop-Songs von Catherine Huth, die am Sonntag auftrat, genossen die Gäste bis in den Abend hinein Veggie-Burger, asiatische Köstlichkeiten, Eis, Espresso und kühle Getränke.

Wer nicht nur schauen, stöbern und einkaufen wollte, konnte sich an mehreren Mitmachaktionen beteiligen. Miriam Altenhöfer, alias Mikiaktori, lud zum Schneidern ein. Aus Stoffresten und Secondhandklamotten entstanden tolle Sommeroutfits.

Neue Perspektiven für Straßenkinder in Jamaika

Gut angenommen wurden auch der Capoeira-Workshop von Daniel Eckart und Vorführungen dieser tänzerischen Kampfkunst. Eckart stellte zusammen Julian Vogel «Eco Pots» vor. Bei diesem Selbsthilfe-Projekt aus den Armenvierteln von Kingston (Jamaika) werden aus alten Autoreifen und Farbe individuelle Blumentöpfe. Kinder und Erwachsene durften in der Rosenau mitmalen.

Etwas mystisch wurde es ein paar Ecken weiter: Aus Weinreben gestaltet Lukas Taschler Skulpturen: «Jeder kann in den komischen Gesichtsausdrücken und grotesken Körperstellungen etwas anderes entdecken», so der 18-jährige Fachoberschüler mit der Fachrichtung Gestaltung. Der junge Nürnberger brachte seine Holzskulpturen allerdings kaum los: «Sie sind zu teuer für diese Veranstaltung. Ich muss wohl eher auf einen Künstlermarkt gehen.»

Ein gutes Geschäft machte dagegen eine Übungssfirma des Melanchton-Gymnasiums: Aus Tetrapacks basteln die Schüler Geldbeutel, aus alten Getränkedosen wurden Kerzenständer und Aschenbecher. «Das Geschäft läuft gut», sagt die 15-jährige Samantha. «Wir können unseren Aktionären ihre Dividende zahlen», so die Jungunternehmerin vom Projekt «Stoffgemisch». 

Clara Grau

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